Die Sommerferien enden für mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Insgesamt kehren 506.000 Kinder und Jugendliche in diesen östlichen Bundesländern in die Klassenzimmer zurück, während ihre Altersgenossen im restlichen Österreich noch eine Woche länger Ferien genießen dürfen.
Besonders aufregend gestaltet sich der Schulstart für die bundesweit 92.000 Erstklässler, die ihren allerersten Schultag erleben – ein Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser demografische Rückgang markiert das Ende einer mehrjährigen Wachstumsphase bei den Schulanfängern, während die Gesamtschülerzahl österreichweit mit etwa 1,166 Millionen nahezu stabil bleibt.
Das neue Schuljahr bringt auch für das Lehrpersonal Veränderungen mit sich. Bildungsminister Christoph Wiederkehr setzt auf Entbürokratisierung, um den pädagogischen Alltag zu erleichtern. Eine markante Neuerung: Von den bislang 393 ministeriellen Rundschreiben bleiben lediglich 73 bestehen. Diese Reduzierung um mehr als 80 Prozent soll den Lehrkräften ermöglichen, sich stärker auf ihre Kernaufgabe – die Vermittlung von Wissen – zu konzentrieren.
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Unfallrisiko Schulweg
Der Schulweg birgt jedoch nach wie vor erhebliche Risiken für die Heranwachsenden. Die Unfallstatistik des vergangenen Jahres verzeichnete österreichweit 419 Verkehrsunfälle mit Schulkindern zwischen sechs und 15 Jahren. Dabei wurden 451 Schülerinnen und Schüler verletzt, 42 von ihnen schwer. Als Gegenmaßnahme wurden für die meisten Volksschulen spezielle Schulwegpläne entwickelt und an neuralgischen Punkten wie Kreuzungen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Polizeiliche Maßnahmen
Zum Schulbeginn verstärkt die Polizei ihre Präsenz im Umfeld von Bildungseinrichtungen in den östlichen Bundesländern. Rund 500 Beamtinnen und Beamte werden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland im Einsatz sein. „Durch eine verstärkte Präsenz der Exekutive wird schwerpunktmäßig der Verkehr im Bereich der Schulen überwacht, um die Fahrzeuglenker zu sensibilisieren“, erklärt Innenminister Gerhard Karner.
Ergänzend zu den polizeilichen Maßnahmen sorgen auch Schülerlotsen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.