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Großeinsatz

Smartphone explodiert im Zug: 200 Passagiere evakuiert

Smartphone explodiert im Zug: 200 Passagiere evakuiert
FOTO: iStock/tupungato/Ivan Marjanovic
2 Min. Lesezeit |

Ein Smartphone-Akku explodierte am Samstagabend in einem Zug kurz vor dem Bahnhof Rattenberg-Tirol. Der Vorfall führte zur Evakuierung von rund 200 Fahrgästen und löste einen Feuerwehreinsatz aus. Der Eigentümer des Geräts verließ den Ort des Geschehens unerkannt.

Gegen 20:40 Uhr geriet das Mobiltelefon eines Passagiers in Brand, als der Zug sich dem Bahnhof Rattenberg-Tirol näherte. Nach Angaben der Polizei legte der Besitzer das brennende Gerät auf den Boden des Waggons vor der Türe, woraufhin sich dichter Rauch entwickelte.

Der Zug hielt daraufhin im Bahnhof Rattenberg-Tirol an, wo alle etwa 200 Reisenden das Fahrzeug verlassen mussten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich das brennende Mobiltelefon noch im Zuginneren. Ein Feuerwehrmann beförderte das Gerät mit einem gezielten Fußtritt auf den Bahnsteig, wo es anschließend gelöscht wurde. Die Polizei teilte in einer Aussendung mit, dass der Eigentümer des Handys nicht mehr aufgefunden werden konnte.

📍 Ort des Geschehens

Umfangreicher Einsatz

Die starke Rauch- und Geruchsentwicklung machte es erforderlich, sämtliche Türen des Zuges zu öffnen und die Waggons zu durchlüften. Die Passagiere mussten laut Polizeiangaben auf einen nachfolgenden Zug umsteigen, während der betroffene Cityjet später ohne Fahrgäste nach Innsbruck weiterfuhr.

An dem Einsatz waren die Feuerwehren aus Rattenberg-Tirol und Radfeld mit fünf Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften beteiligt. Auch Rettungsdienste waren vor Ort. Der Vorfall führte zu einer kurzfristigen Sperre der Gleise auf der wichtigen Bahnverbindung.

Abgesehen von einer geringfügigen Verunreinigung am Boden des Waggons entstand an der Zuggarnitur kein Schaden.

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Sicherheitsrisiko Lithium-Ionen-Akkus

Explosionen von Smartphone-Akkus sind ein bekanntes Sicherheitsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln. Lithium-Ionen-Akkus können durch Überhitzung, mechanische Beschädigungen oder Herstellungsfehler in Brand geraten. Die dabei entstehenden Gase sind hochgiftig und gesundheitsgefährdend, weshalb eine sofortige Evakuierung der Fahrgäste notwendig war.

Die ÖBB verfügen über spezielle Sicherheitsprotokolle für technische Notfälle in Zügen, die eine schnelle Evakuierung und professionelle Brandbekämpfung ermöglichen. Moderne Zuggarnituren sind mit Brandmeldern und automatischen Lüftungssystemen ausgestattet, um Passagiere bei derartigen Vorfällen bestmöglich zu schützen.

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KO KOSMO-Redaktion
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