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"I KNALL ALLE AB"

FPÖ-Mitglied plante Amoklauf in KZ-Gedenkstätte Mauthausen

FPÖ-Mitglied plante Amoklauf in KZ-Gedenkstätte Mauthausen
FOTO: iStock/Maurizio Fabbroni
2 Min. Lesezeit |

Sein letzter Arbeitstag sollte zum Blutbad werden – so der Vorwurf gegen einen jungen Zivildiener, der in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit Erschießungen gedroht haben soll.

Ein 20-jähriger Zivildiener muss sich in Linz vor Gericht verantworten, weil er mit einem Amoklauf in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gedroht haben soll. Laut Staatsanwaltschaft kündigte der junge Mann am 6. und 7. September an, am 30. September – seinem letzten Diensttag – „alle Angestellten der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zu erschießen“. Seine erschütterten Kollegen alarmierten umgehend die Polizei, woraufhin Spezialkräfte der Cobra (Polizei-Spezialeinheit) den Verdächtigen festnahmen. Seither befindet er sich in Untersuchungshaft.

Drohungen per WhatsApp

Die Anklage stützt sich auch auf elektronische Beweismittel. Der Beschuldigte soll seine Drohungen über WhatsApp bekräftigt haben. Zwei Zivildienstkollegen erhielten demnach ein Foto, auf dem er eine Pistole in der Hand hält, versehen mit der Nachricht: „I hob den Scheiß ernst gemeint.“ Einem weiteren Mitarbeiter schrieb er offenbar: „I schwör’s da, i knall de alle ab.“ Zudem soll er gegenüber einem Kollegen geäußert haben, „er würde eine Grabstätte brauchen“. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 20-Jährige Zugriff auf die Schusswaffe seines Vaters.

Politische Folgen

Der Vorfall hat auch politische Konsequenzen, da der Angeklagte FPÖ-Mitglied ist. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe reagierte die Partei prompt: Der Freistädter Bezirksobmann Peter Handlos kündigte ein Ausschlussverfahren an. Bei einer Verurteilung drohen dem 20-Jährigen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

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KO KOSMO-Redaktion
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