Zwischen zerbeultem Blech und Trümmern eines Lkw-Unfalls im S1-Tunnel flatterten plötzlich Geldscheine durch die Luft. Die Entdeckung führte direkt in eine Zelle.
Nach einem Unfall im S1-Tunnel in Vösendorf befindet sich ein 49-jähriger türkischer Lkw-Fahrer in Untersuchungshaft. In seinem Fahrzeug entdeckten die Einsatzkräfte rund 250.000 Euro in verschiedenen Stückelungen. Wie Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, gegenüber „Heute“ bestätigte, wird wegen des Verdachts der Geldwäscherei ermittelt.
Der Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 26. September, bei einem Auffahrunfall mit insgesamt fünf beteiligten Lastkraftwagen. Der Beschuldigte war auf der Route von Deutschland über Österreich in die Türkei unterwegs, als es zu dem heftigen Zusammenstoß kam. Während der Unfallaufnahme wurden die Einsatzkräfte auf umherfliegende Geldscheine aufmerksam und fanden anschließend mehrere Kisten mit gebündelten Banknoten im Fahrzeug.
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Ungeklärte Herkunft
Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde nach seiner medizinischen Versorgung im Krankenhaus von Beamten der Kriminalpolizei festgenommen. Bei seiner ersten Einvernahme konnte oder wollte er keine Erklärung für die Herkunft des Geldes liefern. Er gab an, nicht zu wissen, wie die Summe in seinen Lkw gelangt sei. Die Ermittlungsbehörden suchen nun nach möglichen Hintermännern und Komplizen.
Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.