Staatliche Energiekonzerne öffnen die Kassen: Der Verbund und andere Bundesbeteiligungen stellen 500 Millionen Euro für ein Entlastungspaket bereit, das Inflation und Stromkosten senken soll.
Der Verbund stellt 200 Millionen Euro für ein neues Entlastungspaket bereit. Das mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Energieunternehmen – die Republik hält über die Öbag 51 Prozent der Anteile – kündigte am Mittwoch eine Sonderdividende von 400 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 an. Zusätzliche 200 Millionen Euro kommen von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), während weitere 100 Millionen Euro aus einem noch nicht ausgeschütteten Bilanzgewinn der Staatsholding Öbag stammen. Diese Details gab das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in einer Aussendung bekannt.
Das Ministerium erklärte, es habe „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten als Eigentümervertreter der Republik“ Kontakt mit der Bundesbeteiligungsholding aufgenommen, um eine „zielsichere, wirtschaftlich tragfähige und zugleich budgetschonende Lösung“ zu entwickeln. Die Öbag habe daraufhin gemeinsam mit den Beteiligungsunternehmen entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet, hieß es in der Mitteilung.
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Politische Zielsetzung
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) wird mit den Worten zitiert: „Neben zahlreichen Maßnahmen zur Senkung der Stromkosten werden wir einmalig mit einem Rot-Weiß-Roten Entlastungspaket von 500 Millionen Euro kurzfristig die Kosten und nachhaltig die Inflation senken.“
Kanzler Stocker betonte: „Dadurch schaffen wir die Voraussetzung, damit gelingt, was wir uns vorgenommen haben: zwei Prozent Inflation, mindestens ein Prozent echtes Wirtschaftswachstum und einen stabilen und dauerhaften Aufschwung für Österreich. Ich danke der Öbag und unseren Bundesbeteiligungen für ihre Unterstützung und ihre Bereitschaft, Verantwortung für unser Land zu übernehmen.“
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Beteiligte Unternehmen
Bei einer Pressekonferenz erklärte Thomas Arnoldner, stellvertretender Chef der Telekom Austria, dass mit seinem Unternehmen nicht über einen Beitrag zum Entlastungspaket gesprochen worden sei. Die Bundesimmobiliengesellschaft, die 200 Millionen Euro beisteuert, befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Öbag.