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Kostenexplosion

Autofahrer-Schock 2026: Jetzt wird alles teurer!

Autofahrer-Schock 2026: Jetzt wird alles teurer!
(Symbolbild FOTO: iStock)
4 Min. Lesezeit |

Autofahren wird 2026 teurer: Höhere Steuern, Parkgebühren und Vignetten belasten das Budget. Gleichzeitig kommen neue Regeln für E-Mobilität und Maßnahmen gegen Besitzstörungsklagen.

Ab 2026 müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich auf zahlreiche Änderungen einstellen. Die motorbezogene Versicherungssteuer und die Normverbrauchsabgabe (NoVA) werden angehoben, ebenso steigen Verkehrsabsetzbetrag und Pendlereuro. Für E-Mopeds ist künftig eine Zulassung erforderlich, während bei E-Scootern die Promillegrenze sinkt. Auch Parkgebühren und einige Tickets für öffentliche Verkehrsmittel werden teurer. Die Regierung plant zudem, die Plausibilität der Spritpreise genauer zu überprüfen.

Bei Neuzulassungen wird die Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer wirksam. Den stärksten Anstieg verzeichnen neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Komplizierter gestaltet sich die Situation bei Plug-in-Hybriden, weshalb der ÖAMTC empfiehlt, vor dem Kauf eine detaillierte Abklärung vorzunehmen. Für reine Elektrofahrzeuge bleibt die Steuerbelastung unverändert.

Seit Jahreswechsel wurde auch die Normverbrauchsabgabe für bestimmte Neufahrzeuge erhöht. Laut ÖAMTC entfällt diese Abgabe weiterhin für einzelne Hybridmodelle, die meisten Plug-in-Hybride sowie sämtliche Elektroautos aufgrund ihrer geringen oder nicht vorhandenen CO2-Emissionen. Änderungen gibt es auch im Bereich der Rückerstattungen.

Steigende Kosten

Die Autobahnvignette verteuert sich ebenso wie das Parken in mehreren österreichischen Städten, darunter Wien. Für die Jahresvignette 2026 werden bei Pkw 106,80 Euro fällig – drei Euro mehr als im Vorjahr. Motorradfahrer zahlen 42,70 Euro, was einer Erhöhung um 1,20 Euro entspricht. Auch Kurzzeitvignetten werden entsprechend angepasst. 2026 markiert das letzte Jahr mit Klebevignetten, ab 2027 gibt es ausschließlich digitale Varianten.

⇢ Teurer Asphalt: Zahlreiche Änderungen treffen E-Scooter- und Autofahrer

In Wien steigt der Parkgebührentarif um 30 Prozent auf 1,70 Euro für eine halbe Stunde. Parkscheine mit Gültigkeit bis Ende 2025 können laut ÖAMTC noch sechs Monate lang verwendet werden. Das Parkpickerl kostet künftig 156 Euro jährlich. Der ÖAMTC weist darauf hin, dass auch andere österreichische Städte Preiserhöhungen für Parkgebühren planen. In Wien wurden zudem die Einzelfahrscheine und die Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel teurer – letztere kostet nun 461 Euro. Auch das Klimaticket verzeichnet Preissteigerungen von bis zu 100 Euro.

Als Ausgleich steigt der Verkehrsabsetzbetrag, der jährlich automatisch von der Lohnsteuer abgezogen wird und pauschal die Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz abdeckt. Er beträgt künftig 496 Euro. Zusätzlich erhöht sich der Pendlereuro.

Rechtliche Änderungen

Rechtliche Neuerungen sind ebenfalls für 2026 vorgesehen. E-Mopeds sollen als Kraftfahrzeuge eingestuft werden, was eine Zulassungspflicht samt Führerschein-, Versicherungs- und Helmpflicht nach sich zieht.

Ab 1. Mai 2026 wird die Promillegrenze für E-Scooter-Fahrer auf 0,5 Promille reduziert, zudem müssen diese Fahrzeuge dann mit Blinkern ausgestattet sein. Die StVO-Novelle sieht außerdem eine Helmpflicht für E-Bike-Fahrer bis 14 Jahre sowie für E-Scooter-Nutzer bis 16 Jahre vor.

Geplant sind außerdem automatisierte Zufahrtskontrollen mittels Videokameras in bestimmten Bereichen von Gemeinden und Städten – eine Maßnahme, die besonders von Wien gefordert wurde.

Einschüchterungsklagen wegen unerlaubter Parkplatznutzung, die mancherorts zu einem lukrativen Geschäftsmodell wurden, sollen eingedämmt werden. Eine neue Sonderbemessungsgrundlage begrenzt den Anwaltstarif auf 100 Euro, wodurch das Geschäft mit Besitzstörungsklagen unrentabel werden soll.

In bestimmten Fällen werden zudem die Gerichtsgebühren halbiert. Die grundsätzliche Möglichkeit einer Besitzstörungsklage bleibt bestehen. Künftig können Streitigkeiten über Kfz-Besitzstörungen im Instanzenzug bis zum Obersten Gerichtshof gebracht werden.

Reisende müssen sich auf Änderungen in beliebten Urlaubsländern einstellen, die überwiegend mit bürokratischem Aufwand verbunden sind. Kroatien stellt ab Herbst 2026 auf ein digitales Autobahnmautsystem um. In Bulgarien wird die Einreise einfacher, da das Land am 1. Jänner 2026 den Euro einführt.

Frächter sehen sich 2026 mit neuen Tarifen konfrontiert. Für externe Kosten wie Luftverschmutzung, Lärmbelastung und CO2-Emissionen bei schweren Fahrzeugen werden sie mit 42 Millionen Euro belastet. Die Inflationsanpassung des Infrastrukturanteils der Lkw-Maut entfällt jedoch einmalig. Für Lkws mit mindestens vier Achsen beträgt die Anlastung der Infrastrukturkosten in der CO2-Emissionsklasse fünf 11,49 Cent pro Kilometer (ohne Umsatzsteuer).

Eine positive Entwicklung könnte die Ankündigung von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sein, gegen überhöhte Treibstoffpreise vorzugehen. Er betonte vergangene Woche, dass etwas „faul“ sei, wenn sinkende Rohölpreise an internationalen Märkten nicht an den heimischen Tankstellen spürbar würden. Zudem plant er, klimaschädliche Steuerbegünstigungen zu überprüfen.

Vorerst dürfen Preiserhöhungen weiterhin nur einmal täglich vorgenommen werden, und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Die Spritpreisverordnung wurde von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) bis Ende 2028 verlängert.

Hattmannsdorfer betont, dass die österreichischen Kraftstoffpreise unter dem Durchschnitt des Euroraums liegen.

Der Verkehrsclub Österreich bestätigt, dass Österreich im EU-Mittelfeld rangiert und die Preise im Jahresschnitt zum dritten Mal in Folge gesunken sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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