Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Jahrhundertereignis

Seit 1823 nicht mehr erlebt: Verkehr kollabiert unter Schneemassen!

Seit 1823 nicht mehr erlebt: Verkehr kollabiert unter Schneemassen!
(FOTO: EPA / MAXIM SHIPENKOV)
1 Min. Lesezeit |

Moskau erlebt derzeit die massivsten Schneefälle seit mehr als zwei Jahrhunderten. Die Niederschlagsmenge in der russischen Hauptstadt erreichte 92 Millimeter – ein Rekordwert, der in den vergangenen 203 Jahren nicht verzeichnet wurde, wie die Staatliche Universität Moskau über den Onlinedienst VK bekannt gab.

Die Schneehöhe in der Metropole überstieg am Donnerstag bereits 60 Zentimeter. Um die Situation zu bewältigen, wurden einige Verkehrswege kurzerhand in Schneedeponien umfunktioniert, damit andere Straßen geräumt werden konnten.

Der Zugverkehr im Moskauer Raum kämpfte mit erheblichen Verzögerungen, während sich auf den Straßen am Donnerstagabend kilometerlange Fahrzeugkolonnen bildeten.

⇢ Mittelmeertief bringt Winter zurück – Schneefall sogar in Wien erwartet

Zyklone als Ursache

Meteorologen der Moskauer Staatlichen Universität erklärten die extreme Wetterlage mit dem „Durchzug tiefer und ausgedehnter Zyklone mit einer verstärkten Wetterfront über der Region Moskau“. Die Fachleute wiesen zudem darauf hin, dass die Durchschnittstemperatur im Jänner mit minus 6,2 Grad um 1,5 Grad unter dem üblichen Wert liegt.

Historischer Vergleich

Vergleichbare Schneemengen fielen in Moskau zuletzt im Jahr 1823. Damals wurden Niederschläge von 122 Millimetern gemessen.

Die Wetterforscher schränkten allerdings ein, dass die Messwerte aus dieser weit zurückliegenden Epoche „möglicherweise nicht ganz zuverlässig“ seien.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen