Ein Fußballprofi, eine Autobahn, ein fataler Moment – und ein Ersthelfer, der alles gab, aber nicht alles verhindern konnte.
Am Sonntagmorgen um 8.10 Uhr kam ein 38-jähriger Schweizer aus Rothrist (Aargau) mit seinem Lieferwagen auf der A1 im Bereich der Raststation Lindach bei Laakirchen (Oberösterreich) von der Fahrbahn ab und prallte frontal in die Seite einer hölzernen Lärmschutzwand. Unmittelbar vor dem Fahrzeug des Mannes war zu diesem Zeitpunkt der Fußballprofi Valon Berisha unterwegs – ein ehemaliger Spieler von LASK und Red Bull Salzburg.
Im Rückspiegel beobachtete er den Aufprall, hielt sofort an und eilte zur Unfallstelle. Gemeinsam mit weiteren Zeugen leistete er Erste Hilfe und alarmierte die Rettungskräfte. Trotz rund 30-minütiger Reanimationsbemühungen konnte der Verunglückte nicht mehr gerettet werden und wurde noch vor Ort für tot erklärt.
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Berisha sowie die übrigen Ersthelfer wurden anschließend vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.
Reaktion des FC Zürich
Berisha, der in seiner Karriere auch für die norwegische Nationalmannschaft auflief und mittlerweile das kosovarische Nationalteam vertritt, war im vergangenen Winter vom LASK zum FC Zürich gewechselt. Den Berichten zufolge befanden sich Berisha und sein Cousin nach dem 2:1-Derbysieg der Zürcher gegen Grasshopper am Samstagabend auf dem Weg nach Linz, um dort persönliche Gegenstände aus einer Wohnung abzuholen.
Am Montag wandte sich der FC Zürich mit einer offiziellen Stellungnahme an die Öffentlichkeit: „Der FC Zürich ist tief erschüttert über das tragische Unfallereignis in Österreich, bei dem ein naher Angehöriger unseres Spielers Valon Berisha tödlich verunglückt ist. Valon Berisha war selbst nicht in den Unfall involviert, musste das Geschehen jedoch als Augenzeuge miterleben. In dieser außerordentlich belastenden Situation gilt unsere aufrichtige Anteilnahme der Familie und allen Angehörigen.
Der FC Zürich steht Valon Berisha in dieser schweren Zeit eng zur Seite und unterstützt ihn in jeder Hinsicht.“