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Infrastrukturprojekt

Mega-Autobahn geplant: In 2,5 Stunden von Bosnien bis Split!

Mega-Autobahn geplant: In 2,5 Stunden von Bosnien bis Split!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Eine neue Autobahn soll Bosnien mit der Adria verbinden – und ein erster Abschnitt nimmt nun konkrete Formen an.

Ein weiteres Großprojekt im bosnisch-herzegowinischen Straßennetz rückt näher: Mit der offiziellen Präsentation des Parzellierungsplanentwurfs für die Trasse der Autobahn Banja Luka – Mliniste – Glamoc über Mrkonjic Grad ist das Vorhaben in eine neue Vorbereitungsphase eingetreten. Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten strategischen Infrastrukturvorhaben für diesen Teil des Landes und ist zugleich Bestandteil eines übergeordneten Korridors: der geplanten Autobahn Banja Luka – Split.

Die Gesamttrasse dieser Verbindung soll rund 186 Kilometer umfassen. Davon entfallen 99 Kilometer auf die Republika Srpska, etwa 65 Kilometer auf die Föderation BiH sowie rund 22 Kilometer auf kroatisches Staatsgebiet bis zum Knotenpunkt Caporice. Das Rückgrat der Strecke durch die Republika Srpska bildet der Abschnitt Banja Luka – Mliniste.

Jenes Teilstück zwischen Banja Luka Süd und Mrkonjic Grad – rund 44 Kilometer lang – hat als erstes Segment den Schritt in eine konkretere Planungsphase vollzogen und macht damit deutlich, wo die Prioritäten gesetzt werden. Nach Fertigstellung der gesamten Autobahn soll die Fahrt von Mrkonjic Grad nach Split in etwa zweieinhalb Stunden möglich sein. Die Gemeinde würde damit direkt an Banja Luka und Belgrad, aber auch an Zagreb und Split angebunden.

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Breites Bürgerinteresse

Dass das Projekt in der Bevölkerung auf breites Interesse stößt, zeigte sich bereits während der öffentlichen Anhörung zum Parzellierungsplanentwurf für den rund 44 Kilometer langen Abschnitt Banja Luka – Mrkonjic Grad. Gemeindevorsteher Dragan Vodevic bezeichnete das Vorhaben als die bedeutendste Investition für die Gemeinde seit Kriegsende. Die starke Beteiligung der Bürger an der öffentlichen Anhörung wertete er als positives Zeichen.

„Ich hoffe, dass das Projekt im geplanten Tempo voranschreiten wird – auch wenn wir uns bewusst sind, dass die Umsetzung weder schnell noch einfach sein wird“, wird Vodevic von RTRS zitiert. Ziel der Präsentation war es, die Bevölkerung mit den planerischen Lösungen zur Grundstücksparzellierung vertraut zu machen und ihr die Möglichkeit zu geben, eigene Vorschläge und Anregungen einzubringen.

Eigentumsrecht & Wirtschaft

Als einer der anspruchsvollsten Schritte im gesamten Prozess gilt die Klärung der eigentumsrechtlichen Verhältnisse. Milan Tesanovic vom Institut für Bauwesen Banja Luka zeigte sich dennoch zuversichtlich: Er hoffe, dass die Bauarbeiten möglichst rasch beginnen könnten – vom Anschluss Mrkonjic Grad in Richtung Banja Luka. Die Eigentumsfragen seien zwar komplex, könnten aber verhältnismäßig zügig geregelt werden.

Über den verkehrlichen Nutzen hinaus werden dem Projekt erhebliche wirtschaftliche Impulse zugeschrieben. In der Ortschaft Podbrdo, unweit der geplanten Trasse, wurden bereits zwei Gewerbezonen mit mehreren Produktionsbetrieben errichtet; weitere Investitionen befinden sich in Planung. Mit der Realisierung des Vorhabens verbinden die betroffenen Gemeinden die Erwartung einer spürbar verbesserten Erreichbarkeit sowie die Erschließung neuer Entwicklungspotenziale – sowohl im wirtschaftlichen als auch im touristischen Bereich.

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KO KOSMO-Redaktion
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