Der Konflikt im Nahen Osten treibt immer mehr Länder zu drastischen Schritten – Österreich zieht nun Konsequenzen aus der eskalierenden Lage.
Österreich hat seine Botschaft in Teheran angesichts der sich zuspitzenden Lage im Iran vorübergehend nach Baku verlegt. Das Außenministerium in Wien teilte am Samstag mit, dass der Konsularbetrieb in der iranischen Hauptstadt bis auf Weiteres eingestellt sei. Für dringende Notfälle bleibe man telefonisch erreichbar. Bereits am Donnerstag hatte Italien bekanntgegeben, seine diplomatische Vertretung aus Sicherheitsgründen ebenfalls in die aserbaidschanische Hauptstadt zu verlegen.
Eskalation im Iran
Eine Woche nach Ausbruch der Kampfhandlungen halten die Angriffe der USA und Israels auf den Iran unvermindert an. Die militärische Eskalation hatte am vergangenen Samstag mit massiven Luftangriffen beider Länder auf iranisches Territorium begonnen. Dabei kamen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei sowie weitere führende Vertreter des Landes ums Leben. Der Iran reagierte in der Folge mit Gegenangriffen auf Israel, die Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Region.
Rückholflüge organisiert
In den vergangenen Tagen organisierte die österreichische Bundesregierung vier Rückholflüge, mit denen mehr als 800 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Das Außenministerium betonte zugleich, dass für weitere Evakuierungsaktionen aus der Krisenregion kein Bedarf mehr bestehe.
Personen, die die Region verlassen wollen, wird empfohlen, Linienflüge ab Riad oder Doha zu nutzen.