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Poolstreit

Handtuch-Trick: Urlauber klagt wegen blockierter Liegen – und bekommt recht

Handtuch-Trick: Urlauber klagt wegen blockierter Liegen – und bekommt recht
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Handtuch auf der Liege, stundenlang kein Mensch weit und breit – für einen Urlauber führte das zu einem gerichtlichen Verfahren, das zu seinen Gunsten entschieden wurde.

Wer am Pool einen Liegeplatz ergattern will, muss früh aufstehen – manchmal sogar früher als die Sonne. Das morgendliche Ausbreiten von Handtüchern auf Sonnenliegen gehört für viele Urlauber zum vertrauten Bild mediterraner Ferienanlagen. Für einen deutschen Urlauber hatte diese Praxis nun vor Gericht ein positives Ergebnis.

Der Mann hatte im August 2024 eine Pauschalreise auf die griechische Insel Kos gebucht – für 7.186 Euro. Bereits ab sechs Uhr morgens waren die Liegen am Hotelpool täglich mit Handtüchern belegt, obwohl sie teils stundenlang ungenutzt blieben. Beschwerden, die er sowohl beim Hotel als auch bei der Reiseleitung vorbrachte, blieben ohne Wirkung.

Gerichtliches Nachspiel

Das Amtsgericht Hannover kam zu dem Schluss, dass die Reise aufgrund der dauerhaft blockierten Liegen als mangelhaft einzustufen ist. Der Reiseveranstalter wäre demnach verpflichtet gewesen, aktiv gegen die Situation vorzugehen. Da dies unterblieb, wurde der Reisepreis für jeden der zehn Urlaubstage um jeweils 15 Prozent reduziert.

Der Kläger erhielt insgesamt 986,70 Euro zurück. In die Entscheidung floss auch ein, dass es sich um eine Unterkunft im gehobenen Segment gehandelt hatte.

Das Gericht betonte ausdrücklich, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt. Es ist jedoch nicht der erste Fall dieser Art: Das Amtsgericht Hannover sprach in einem vergleichbaren Fall einem Urlauber auf Rhodos eine Reisepreisminderung von 322,77 Euro wegen dauerhaft mit Handtüchern reservierter Poolliegen zu.

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KO KOSMO-Redaktion
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