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Streckensperren

Öffi-Chaos 2026: S-Bahn-Stammstrecke über Jahr gesperrt

Öffi-Chaos 2026: S-Bahn-Stammstrecke über Jahr gesperrt
quelle: istockfoto (Baustelle)
3 Min. Lesezeit |

Wien baut – und das massiv. Im Sommer 2026 treffen mehrere Streckensperren gleichzeitig die Stadt. Pendler brauchen starke Nerven.

Wer 2026 in Wien auf U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn oder Badner Bahn angewiesen ist, muss sich auf ein Jahr voller Baustellen und Streckensperren einstellen. Vor allem in den Sommermonaten treffen mehrere umfangreiche Einschränkungen auf wichtigen Linien gleichzeitig aufeinander.

Das kommende Jahr wird für Wiener Öffi-Fahrgäste eines sein, das vor allem Geduld verlangt. Die Wiener Linien und die ÖBB nutzen die Sommerpause für weitreichende Bau- und Sanierungsmaßnahmen, von denen zahlreiche U-Bahn-, Straßenbahn- und S-Bahn-Linien betroffen sind. Da sich mehrere Maßnahmen zeitlich überschneiden, müssen Fahrgäste auf vielen Strecken deutlich mehr Zeit einrechnen.

Stammstrecke gesperrt

Besonders gravierend sind die Eingriffe auf der S-Bahn-Stammstrecke. Ab 4. Juli wird der Abschnitt zwischen Wien-Praterstern und Wien-Floridsdorf für etwa zwei Monate außer Betrieb genommen, Ersatzbusse sollen die Verbindung sicherstellen. Noch einschneidender wird die Sperre ab September: Der zentrale Abschnitt zwischen Wien Hauptbahnhof und Wien-Praterstern bleibt dann bis Ende Oktober 2027 geschlossen. ÖBB und Wiener Linien haben dafür ein umfassendes Ersatzverkehrskonzept ausgearbeitet, das dichtere Takte auf mehreren U-Bahn- und Straßenbahnlinien vorsieht.

Auf der Wiener S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien Meidling und Wien Floridsdorf werden an Werktagen insgesamt rund 250.000 Fahrgäste gezählt, womit sie als meistbefahrene Nahverkehrs- beziehungsweise Bahnstrecke Österreichs gilt. Die langfristige Sperre betrifft damit täglich Hunderttausende Pendlerinnen und Pendler.

Auf der U4 gilt zwischen 3. Juli und 3. August eine Streckensperrung zwischen Wien-Schwedenplatz und Wien-Landstraße. In diesem Zeitraum verkehrt die Linie geteilt – zwischen Wien-Heiligenstadt und Wien-Schwedenplatz auf der einen, zwischen Wien-Hütteldorf und Wien-Landstraße auf der anderen Seite. Noch länger dauern die Einschränkungen auf der U3: Von 4. Juli bis 24. August ist der Abschnitt zwischen Wien-Hütteldorfer Straße und Wien-Westbahnhof gesperrt, als Ersatz stehen die Linie E3 sowie verschiedene Straßenbahn- und Busverbindungen bereit. Auch auf der U6 sind Einschränkungen zu erwarten – bis Ende Juli fährt die Linie an mehreren Abenden im Bereich Wien-Burggasse-Stadthalle und Wien-Thaliastraße nur eingleisig, was zu verlängerten Intervallen führt.

Der Flughafen Wien bleibt trotz der Bauarbeiten erreichbar. Die S7 fährt während der Sperren bis beziehungsweise ab Wien-St. Marx, ergänzt durch Fernverkehrszüge, den City Airport Train sowie die Vienna Airport Busse als Ausweichmöglichkeiten.

Straßenbahn & Badner Bahn

Im Straßenbahnnetz sind unter anderem die Bereiche rund um die Währinger Straße, die Ringstraße, den Aumannplatz, die Hernalser Hauptstraße sowie die Floridsdorfer Brücke von Gleiserneuerungen und Weichentausch betroffen. Einzelne Linien werden in diesem Zusammenhang umgeleitet, vorübergehend eingestellt oder verkürzt geführt.

Auch für Fahrgäste der Badner Bahn ändert sich im Sommer einiges. Wegen umfangreicher Modernisierungsarbeiten endet die Linie während dieser Zeit bereits in Wien-Inzersdorf Lokalbahn, von wo aus Busse die Weiterfahrt zur U6 und zum Bahnhof Wien-Meidling übernehmen.

Da mehrere Großbaustellen gleichzeitig in Betrieb gehen, gehen Verkehrsexperten von einer spürbar höheren Auslastung auf den Ausweichrouten aus. Fahrgästen wird geraten, ihre Verbindungen vorab zu prüfen und für innerstädtische Wege zusätzliche Zeit einzuplanen.

Vor allem zwischen Juli und September dürften die Auswirkungen für Pendlerinnen und Pendler deutlich bemerkbar sein.

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KO KOSMO-Redaktion
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