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Skandal

Betrunkene Piloten von Crewkollegen gestoppt – jetzt droht die Kündigung

Betrunkene Piloten von Crewkollegen gestoppt – jetzt droht die Kündigung
FOTO: iStock/monticelllo
2 Min. Lesezeit |

Ein Abend im Crewhotel, ein Morgen mit Konsequenzen: Zwei Swiss-Piloten stehen nach einem Alkoholverdacht vor einem Disziplinarverfahren.

Zwei Piloten der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss sind im Mai dieses Jahres aus dem laufenden Flugbetrieb herausgenommen worden, nachdem Hinweise auf einen möglichen Alkoholkonsum kurz vor Dienstbeginn aufgetaucht waren. Dem Vorfall vorausgegangen war ein gemeinsamer Abend der beiden Männer in einem Genfer Crewhotel, bei dem sie Alkohol konsumiert hatten.

Am darauffolgenden Morgen bemerkten Crewmitglieder den Zustand der beiden und erstatteten Meldung. „Die Hinweise waren so konkret, dass wir an der Einsatzfähigkeit der Piloten zweifeln mussten“, sagte ein Sprecher von Swiss zu „Aero Telegraph“. Noch im Hotel wurden die beiden Piloten aus dem Einsatz genommen und durch andere Besatzungsmitglieder ersetzt. Die Airline hielt ausdrücklich fest, dass die beiden Männer zu keinem Zeitpunkt alkoholisiert im Cockpit gesessen hätten.

Mögliche Konsequenzen

Beide Piloten wurden vorläufig vom Dienst freigestellt, während der Vorfall derzeit einer eingehenden Prüfung unterzogen wird. Als mögliche Konsequenzen stehen eine Abmahnung oder, im schwerwiegendsten Fall, eine Kündigung im Raum. Eine selbständige Krankmeldung wegen Dienstunfähigkeit hatten die Piloten offenbar nicht vorgenommen.

„Unsere Sicherheitsmechanismen funktionieren: Mitarbeitende haben ihre Verantwortung wahrgenommen und ihre Beobachtungen gemeldet. Wir haben sofort gehandelt und die vorgesehenen Prozesse angewendet“, teilte Swiss gegenüber „Blick“ mit.

Strenge Alkoholvorgaben

In der europäischen Luftfahrt gilt für Cockpitbesatzungen eine gesetzliche Promillegrenze von 0,2 – ein Wert, der in erster Linie Messtoleranzen und geringfügige Restalkoholwerte durch Lebensmittel berücksichtigt. Viele Fluggesellschaften, darunter auch Swiss, gehen in ihren internen Vorschriften jedoch deutlich weiter und verlangen eine vollständige Alkoholfreiheit im Dienst.

„Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Für unsere Crewmitglieder gelten klare und strenge Vorgaben zum Umgang mit Alkohol. Sie dürfen ihren Dienst nicht unter Alkoholeinfluss antreten oder ausüben“, teilte die Airline mit. „Wir haben höchste Ansprüche an unsere Flugsicherheit und unsere Crews und tolerieren keinen Alkoholmissbrauch.“

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KO KOSMO-Redaktion
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