Am Elbrus kämpfen Retter gegen Orkanböen und Schneemassen – jeder Meter kostet Kraft, jede Entscheidung zählt.
Seit den frühen Morgenstunden des heutigen Tages sind die Rettungskräfte am Elbrus wieder im Einsatz. Um 5:00 Uhr Ortszeit wurden die Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt, nachdem sie tags zuvor wegen extremer Witterungsverhältnisse hatten abgebrochen werden müssen. Von einer Entspannung der Lage kann allerdings keine Rede sein: Orkanartige Winde und heftige Schneestürme behindern die Teams in den Hochlagen nach wie vor massiv und machen jeden Schritt zu einem Kampf gegen die Naturgewalten.
Bei dem Unglück am höchsten Berg Europas kamen fünf Bergsteiger aus Bosnien-Herzegowina sowie ein russischer Bergsteiger ums Leben. Drei weitere Gruppenmitglieder schafften den Abstieg im Schneesturm lebend. Die Rettungskräfte versuchen nun, die noch nicht geborgenen Opfer zu erreichen.
Five Bosnian climbers are believed to have died while attempting to ascend Europe's tallest peak Mount Elbrus in Russia’s North Caucasus, per various media outlets.
— Brian McDonald (@BrianMcDonaldIE) July 26, 2026
The group of seven ran into severe conditions above 5,100 meters. Two men, aged 42 and 38, survived and are now… pic.twitter.com/cJeAGm5RwY
Gefährliche Bedingungen
An der Aktion beteiligt sind Einsatzkräfte der Hochgebirgs-Rettungseinheit des russischen Ministeriums für Zivilschutz sowie Retter des Unternehmens „Kavkaz.RF“. Wie gefährlich die Bedingungen tatsächlich sind, zeigt ein Video, das einer der eingesetzten Retter von seinem Standort am Berg veröffentlichte: Tosender Wind und eine nahezu undurchdringliche Schneewand sind zu sehen – genau jene Bedingungen, unter denen die Teams versuchen, zu den Leichen der verunglückten Bergsteiger vorzudringen.
Wie die Bergung der noch nicht geborgenen Opfer weitergeht, hängt nun vom weiteren Wetterverlauf ab.
Erste Informationen über den Fortschritt der Aktion werden im Laufe des Tages erwartet.