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Inklusionsdebatte

Burkini-Pflicht im Freibad? – Italiens Rechte rastet aus und ganz Italien diskutiert mit

Burkini-Pflicht im Freibad? – Italiens Rechte rastet aus und ganz Italien diskutiert mit
Wiener Freibad will keine Besucherinnen in Ganzkörperanzügen. (Foto: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Schwimmstunde für muslimische Frauen in Südtirol – und plötzlich diskutiert ganz Italien über Burkinis, Kopfbedeckungen und Inklusion.

Eine Schwimmstunde speziell für muslimische Frauen in einem Freibad im südtirolerischen Salurn hat in Italien eine lebhafte politische Debatte ausgelöst. Der Pächter des Bades, Luca Lechthaler, begründete die Initiative mit dem Ziel, einen konkreten Beitrag zur gesellschaftlichen Inklusion zu leisten, wie die Tageszeitung „Alto Adige“ berichtete. Die Einheit findet jeweils montags zwischen 18.30 und 19.30 Uhr statt; Burkinis sind dabei ausdrücklich erlaubt, eine Kopfbedeckung sogar verpflichtend vorgeschrieben.

Lega übt Kritik

Aus den Reihen der rechten Regierungspartei Lega kommt deutliche Kritik an der Regelung. Marco Caruso, der Lega-Beauftragte für Gemeindeangelegenheiten in Südtirol, verwies in der ORF-Sendung „Südtirol heute“ darauf, dass Frauen mit Burkini bereits im Rahmen der regulären Öffnungszeiten Zutritt zum Bad hätten. Problematisch sei zudem, dass eine nicht muslimische Frau, die an der Schwimmstunde teilnehmen wolle, verpflichtet wäre, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Eine andere Einschätzung vertritt der Bürgermeister von Salurn, Roland Lazzeri von der Südtiroler Volkspartei: Er sieht in der Maßnahme keinerlei Anlass zur Beanstandung. Die Entscheidung liege beim Pächter, und die Gemeinde müsse dafür nicht um Erlaubnis ersucht werden, betonte Lazzeri.

Freiheitliche schalten sich ein

Auch die Südtiroler Freiheitlichen meldeten sich kritisch zu Wort und warfen der Initiative vor, ein Frauenbild zu fördern, das auf Unterdrückung, Verschleierung und Zwang beruhe.

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KO KOSMO-Redaktion
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