Baku, Kaspisches Meer, Kaukasus – und das bald ganz ohne Visum. Für Bosnier öffnet sich ab 2026 eine neue Reiseoption.
Aserbaidschan öffnet ab 1. August 2026 seine Grenzen für Staatsbürger aus Bosnien und Herzegowina ohne Visapflicht. Wer mit einem gewöhnlichen Reisepass einreist, kann das Land künftig zu touristischen Zwecken besuchen – ganz ohne den bisher erforderlichen bürokratischen Aufwand. Die Regelung gilt zunächst befristet bis 1. August 2027 und umfasst neben Bosnien und Herzegowina auch Singapur. Hintergrund ist ein Beschluss der aserbaidschanischen Behörden zur Einführung eines vorübergehenden visafreien Regimes, das die touristische und bilaterale Zusammenarbeit mit einer wachsenden Zahl von Staaten ausbauen soll.
Tourismus im Fokus
Aserbaidschan setzt seit einigen Jahren konsequent auf die Förderung des Tourismus und hat dazu schrittweise die Einreisehürden für ausländische Besucher gesenkt. Das Land punktet mit seiner Hauptstadt Baku, die futuristische Architektur und historisches Erbe auf engstem Raum vereint, sowie mit der Küste des Kaspischen Meeres und den Berglandschaften des Kaukasus. Das touristische Angebot hat sich zuletzt deutlich weiterentwickelt. Laut einem Bericht von Radio Sarajevo erwarten die Behörden durch die neue Regelung einen spürbaren Anstieg der Besucherzahlen aus Bosnien und Herzegowina.
Einreiseregeln im Detail
Innerhalb des einjährigen Gültigkeitszeitraums sind bis zu drei Einreisen möglich, wobei der Aufenthalt pro Besuch auf maximal 30 Tage begrenzt ist. Wer sich länger als 15 Tage im Land aufhält, ist verpflichtet, seinen Aufenthaltsort bei den zuständigen Stellen zu melden. Für alle, die über die genehmigte Frist hinaus bleiben möchten, besteht die Möglichkeit, vor Ablauf des Aufenthalts eine Verlängerung oder eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen – entweder persönlich in einem der ASAN-Servicezentren (staatliche Bürgerservicestellen) oder online über die offizielle Website der staatlichen Migrationsbehörde.