Goldverkauf mit bitterem Ende: In Baden bei Wien wurden zehn Menschen Opfer eines perfiden Betrugs – der Schaden ist enorm.
In Baden bei Wien ist durch einen organisierten Goldankaufbetrug ein Schaden von rund 600.000 Euro entstanden. Die Polizei ermittelt und ersucht die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise – auf Wunsch auch anonym. Meldungen werden unter der Telefonnummer 059133 3300 bei der Polizeiinspektion Baden entgegengenommen.
Insgesamt zehn Personen hatten Wertgegenstände bei einem vermeintlichen Händler abgegeben, ohne die zugesagte Zahlung jemals zu erhalten. Auf das angebliche Unternehmen waren die Betroffenen durch Zeitungsinserate sowie Werbewurfsendungen aufmerksam geworden. Der Anbieter hatte dabei mit ungewöhnlich hohen Grammpreisen für Gold geworben.
Goldübergabe ohne Zahlung
Mehrere Interessenten vereinbarten daraufhin einen gemeinsamen Termin in der Vorwoche. Zehn Personen im Alter zwischen 50 und 71 Jahren übergaben ihr Edelmetall nach einer Begutachtung durch drei Männer in dem besagten Lokal. Die für den Folgetag angekündigte Überweisung blieb jedoch aus.
Wie die Polizei mitteilte, war das Geschäftslokal in Baden bei Wien nur vorübergehend angemietet worden und ist mittlerweile wieder geschlossen. Die Behörden weisen darauf hin, dass Betrüger in Österreich und Deutschland wiederholt mit solchen temporär angemieteten Geschäftslokalen für Goldankauf werben, dabei in Zeitungen und mit Flugzetteln ungewöhnlich hohe Preise anpreisen und Kunden dazu bringen, ihre Wertgegenstände nach einer Begutachtung zu hinterlassen – ohne dass die vereinbarte Zahlung jemals erfolgt.