Ein Hochzeitspaar, ein erfahrener Pilot – und ein Helikopter, der kurz vor der Landung abstürzt. Sifnos wird zum Ort einer Tragödie.
Auf der griechischen Kykladeninsel Sifnos ist am Montagabend ein Privathelikopter verunglückt. Alle drei Insassen kamen ums Leben, wie die griechische Feuerwehr mitteilte. Erste Medienberichte hatten irrtümlich von sechs Todesopfern gesprochen – diese Angabe wurde im Nachhinein berichtigt.
Bei den Verstorbenen soll es sich nach Informationen des griechischen Nachrichtenportals „in.gr“ um einen pensionierten, erfahrenen Piloten griechischer Herkunft sowie ein frisch vermähltes Paar aus Großbritannien handeln, das sich auf Hochzeitsreise in Griechenland befand. Das Portal „protothema.gr“ nennt die Namen Alexander C. und Marie E. als Opfer – die beiden hätten auf Sifnos eine Unterkunft gebucht. Der Pilot soll demnach George R. heißen und Vater von drei erwachsenen Kindern sein. Eine offizielle Bestätigung der Identitäten steht bislang aus.
Absturz vor der Landung
Die Feuerwehr wurde gegen 18.17 Uhr über den Absturz im Bereich Tholos informiert, unmittelbar vor der geplanten Landung und nur rund 30 Meter vom Landeplatz der Insel entfernt, in der Nähe von Wohngebäuden. Nach dem Aufschlag stand die Maschine in Flammen. Im Zuge der Löscharbeiten bargen die Einsatzkräfte drei verkohlte Leichen. Laut „in.gr“ soll eine der Personen noch versucht haben, sich aus dem brennenden Wrack zu befreien – ohne Erfolg.
Ursache unklar
Die genaue Unfallursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Videoaufnahmen zeigen den Helikopter in den letzten Sekunden vor dem Absturz in einer unkontrollierten Rotationsbewegung, was Experten zufolge auf einen Ausfall des Heckrotors hindeuten könnte. Wie die Zeitung „LiFO“ berichtet, schilderten Augenzeugen gegenüber dem stellvertretenden Bürgermeister von Sifnos, dass sie kurz vor dem Aufprall ein ungewöhnlich lautes Geräusch wahrgenommen und bereits Rauch gesehen hätten.
Ob ein technischer Defekt vorlag, sollen die laufenden Untersuchungen klären.