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Abfertigung

Betrieb zahlte jahrelang zu wenig: AK rettet zwei Frauen 23.700 Euro

Betrieb zahlte jahrelang zu wenig: AK rettet zwei Frauen 23.700 Euro
(FOTO: Arbeiterkammer Wien)
2 Min. Lesezeit |

44 Jahre Betriebstreue – und am Ende eine Abrechnung, die Tausende Euro zu wenig auswies. Zwei Frauen aus Niederösterreich bekamen das zu spüren.

Nach 44 Jahren im selben Betrieb erwartete zwei Frauen aus dem Bezirk Melk bei ihrer Kündigung eine unangenehme Überraschung. Ihre Abfertigungsabrechnungen wiesen erhebliche Fehler auf. Als der Betrieb vor rund 17 Jahren den Eigentümer wechselte, wurden die beiden Einzelhandelskauffrauen vom System „Abfertigung alt“ auf „Abfertigung neu“ umgestellt.

Ihre bis dahin erworbenen Ansprüche wurden auf Sparbüchern gesichert. Bei der Kündigung erhielten sie jedoch genau jene einst hinterlegten Beträge – ohne jegliche Berücksichtigung der seither eingetretenen Gehaltsentwicklung. Die Arbeiterkammer Niederösterreich schaltete sich ein und setzte eine Nachzahlung von insgesamt 23.700 Euro durch.

Fehlerhafte Abrechnung

Den Berechnungsfehler deckte die Arbeiterkammer Niederösterreich auf. AK-Bezirksstellenleiter Peter Reiter verdeutlichte das Problem mit einem eingängigen Vergleich: „Das ist, wie wenn du Geld auf der Bank hast und diese Summe nach 17 Jahren unverzinst wiederkriegst.“ Die Endabrechnungen hatten ausschließlich die auf den Sparbüchern deponierten Ursprungsbeträge ausgewiesen – Gehaltsveränderungen der vergangenen Jahre sowie steuerliche Gesichtspunkte blieben dabei vollständig unberücksichtigt.

AK-Intervention

Nachdem sich die beiden Frauen an die Arbeiterkammer gewandt hatten, analysierte diese den Sachverhalt und trat gegenüber dem Arbeitgeber in Aktion. Reiter schilderte das Vorgehen so: „Wir haben den Fall geprüft und beim Dienstgeber interveniert.“ Der Arbeitgeber korrigierte daraufhin die fehlerhaften Abrechnungen.

Eine der beiden Mitarbeiterinnen erhielt 14.000 Euro nachgezahlt, die andere 9.700 Euro – in Summe also 23.700 Euro.

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KO KOSMO-Redaktion
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