Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Notruf

Russischer und ukrainischer Pilot prügeln sich im Cockpit – 174 Passagiere in Angst

Russischer und ukrainischer Pilot prügeln sich im Cockpit – 174 Passagiere in Angst
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Notrufcode, der auf Entführung hindeutet – doch dahinter steckte ein Streit im Cockpit zwischen zwei Piloten.

Ein Flydubai-Flugzeug musste am Mittwochmorgen nach Saudi-Arabien umgeleitet werden, nachdem an Bord ein Notruf ausgelöst worden war.

Der Flydubai-Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv, mit 174 Passagieren an Bord, darunter 27 Kinder, sendete im Verlauf des Fluges die internationalen Notrufcodes 7700 und 7500 – letzterer weist auf eine mögliche Entführung hin. Die Maschine wurde daraufhin auf den Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet. Wie Flydubai und die israelische Regierung bestätigten, ging der Vorfall auf einen Konflikt zwischen einem russischen Piloten und einem ukrainischen Copiloten zurück.

Notruf im Luftraum

Der Flug war um 7.05 Uhr Ortszeit in Dubai gestartet. Rund anderthalb Stunden nach dem Abheben, während sich die Maschine bereits im jordanischen Luftraum befand, wurden die Notrufcodes abgesetzt. Das Flugzeug drehte daraufhin ab, reduzierte die Flughöhe und landete schließlich in Tabuk.

Israels Alarmreaktion

In Israel löste der Vorfall umgehend Alarm aus. Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz traten zu dringenden Sicherheitsberatungen zusammen. Auch die israelischen Streitkräfte reagierten sofort: „Nach den Meldungen führte der Generalstabschef in den letzten Minuten eine Lagebesprechung mit dem Kommandeur der Luftwaffe, dem Generalstabschef, dem Chef des Militärgeheimdienstes und weiteren Kommandeuren durch“, erklärte ein IDF-Sprecher.

Der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv setzte den Abflugbetrieb vorübergehend aus, nahm ihn jedoch wieder auf, sobald feststand, dass es sich um eine interne Auseinandersetzung an Bord gehandelt hatte.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen