Ein Rauchmelder schlägt Alarm, eine Tür wird aufgebrochen – und dahinter schläft ein Paar tief und fest.
Kurz vor Mitternacht schlug in einem Mehrparteienhaus im Villacher Stadtteil Völkendorf ein Rauchmelder Alarm und verhinderte damit möglicherweise eine Tragödie. Auf dem Herd einer Wohnung war Essen verbrannt, der entstehende Rauch zog ins Stiegenhaus. Da die Mieter trotz des wahrnehmbaren Brandgeruchs nicht reagierten, wurde die Feuerwehr alarmiert.
Gewaltsame Öffnung
Die Hauptfeuerwache Villach und die Freiwillige Feuerwehr Judendorf rückten umgehend aus. Weil auch wiederholtes Klopfen an der Wohnungstür ohne Reaktion blieb, griffen die Einsatzkräfte zu drastischeren Mitteln. „Da der Mieter auf das massive Klopfen an der Türe nicht reagierte, wurde der hydraulische Türöffner eingesetzt und die Wohnung gewaltsam geöffnet“, erklärte Alexander Scharf von der Hauptfeuerwache Villach.
Ein Atemschutztrupp durchsuchte daraufhin die Räumlichkeiten und stieß im Schlafzimmer auf ein schlafendes Paar – das sich in einem noch nicht verrauchten Bereich der Wohnung befand. „Sie blieben damit glücklicherweise unverletzt“, so Scharf. Als Brandursache stellte sich verbranntes Essen auf dem Herd heraus.
Rasche Entwarnung
Die Einsatzkräfte beseitigten die glimmenden Reste und sorgten mit einem Hochleistungslüfter für die Belüftung der Wohnung. Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte der beteiligten Feuerwehren, dazu Polizei und Rotes Kreuz, vor Ort im Einsatz. Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden.