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Tierschutzskandal

Mängel aufgedeckt – Flughafen Linz darf keine Rinder mehr exportieren

Mängel aufgedeckt – Flughafen Linz darf keine Rinder mehr exportieren
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Tiere an Bord, Mängel aufgedeckt – dem Flughafen Linz wurde nun die Zulassung für Rindertransporte entzogen.

Der Flughafen Linz darf vorerst keine Rinder mehr per Flugzeug in Drittstaaten befördern. Das Gesundheitsministerium hat dem Airport die Zulassung für die veterinärbehördliche Grenzkontrollstelle entzogen, nachdem Mängel im Abfertigungsprozess auf ungarischer Seite sowie fehlende Möglichkeiten zur ordnungsgemäßen Tierversorgung am Flughafen Linz festgestellt worden waren. Aus dem Büro von Staatssekretärin Ulrike Konigsberger-Ludwig hieß es dazu: „Der Schutz der Tiere muss auch bei internationalen Transporten an erster Stelle stehen.“

Politische Konsequenzen

Die festgestellten Mängel haben damit unmittelbare Konsequenzen für den Flughafenbetrieb: Rindertransporte in Drittstaaten sind bis auf Weiteres untersagt. Konigsberger-Ludwig sieht den Vorfall als Beleg dafür, dass es auf europäischer Ebene einheitlicherer und strengerer Regelungen für den internationalen Lebendtiertransport bedarf – und will sich entsprechend dafür einsetzen.

Die Grünen haben den Fall zum Anlass genommen, politisch aktiv zu werden. Eine schriftliche Anfrage an Verkehrslandesrat Gunther Steinkellner befindet sich in Vorbereitung; sie soll die Praxis von Lebendtiertransporten über den Flughafen Linz in den vergangenen Jahren beleuchten. Landtagsabgeordneter Rudolf Hemetsberger erklärte, man wolle herausfinden, ob diese Flüge gar ein konstantes Geschäftsmodell am Airport seien.

Darüber hinaus kündigte er einen Antrag an, mit dem das Land in seiner Rolle als Flughafeneigentümer aufgefordert werden soll, derartige Transporte künftig grundsätzlich nicht mehr zu genehmigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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