Papst Leo XIV. gibt sich gefasst – und hält trotz bevorstehender Operation an seinen Plänen fest.
Papst Leo XIV. wird sich in der kommenden Woche einer Operation unterziehen, um einen Knoten entfernen zu lassen. Der Eingriff soll in der römischen Poliklinik Agostino Gemelli stattfinden, nachdem der Knoten in einem frühen Stadium entdeckt worden war. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni bestätigte, dass im Anschluss an die Operation ein stationärer Aufenthalt von rund einer Woche vorgesehen ist.
Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz wandte sich Papst Leo XIV. direkt an die versammelten Gläubigen und informierte sie über den bevorstehenden Eingriff. Er erklärte, die behandelnden Ärzte hätten den Eingriff für notwendig erachtet, und zeigte sich dabei gefasst. „Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht“, sagte er. Gleichzeitig richtete er seinen Dank an jene, die für seine bevorstehende Südamerika-Reise beten: „Ich danke euch für eure Gebete für die Pastoralreise, die ich in Peru unternehmen werde.“ An seiner geplanten Pastoralreise nach Peru, die vom 6. bis 17. November angesetzt ist, hält der Papst fest.
Klinik mit Tradition
Die Poliklinik Agostino Gemelli nimmt im Verhältnis zwischen dem Heiligen Stuhl und der medizinischen Versorgung seiner Oberhäupter seit Jahrzehnten eine besondere Stellung ein. Die Klinik, 1964 eröffnet und der katholischen Universität Sacro Cuore angegliedert, liegt in unmittelbarer Nähe des Vatikans und verfügt über ein eigens für das Kirchenoberhaupt reserviertes Appartement im zehnten Stock des weitläufigen Klinikgeländes.
Melonis Solidarität
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reagierte auf die Nachricht mit einer persönlichen Solidaritätsbekundung. Die Ruhe, die der Papst beim Angelusgebet ausgestrahlt habe, stimme sie zuversichtlich, erklärte sie. „Ich möchte dem Heiligen Vater meine persönliche Nähe und die der italienischen Regierung für die Herausforderung aussprechen, der er sich in den kommenden Tagen stellen muss“, so Meloni.