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Keime entdeckt

Mehrere Gemeinden betroffen: Trinkwasser muss abgekocht werden

Mehrere Gemeinden betroffen: Trinkwasser muss abgekocht werden
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Trinkwasser-Alarm in Kärnten: In Feldkirchen wurden E.-coli-Bakterien nachgewiesen, auch Teile von Moosburg und Gurk sind von Abkochwarnungen betroffen.

In mehreren Kärntner Gemeinden gelten derzeit Warnungen rund um das Trinkwasser. In Feldkirchen wurden bei routinemäßigen Kontrollen in vier Wasserproben E.-coli-Bakterien nachgewiesen. Deshalb soll das Leitungswasser im gesamten Gemeindegebiet bis auf Weiteres vor der Verwendung als Trinkwasser abgekocht werden.

Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Teile des Feldkirchner Wassernetzes betroffen sind, gilt die Abkochaufforderung vorsorglich für das gesamte Gemeindegebiet. Nach Angaben der Stadt kann es noch einige Tage dauern, bis die Trinkwasserqualität wieder vollständig hergestellt ist.

Auswirkungen hat die Verunreinigung auch auf Teile der Marktgemeinde Moosburg, die mit Wasser aus Feldkirchen versorgt werden. Betroffen sind die Bereiche Tigring, Witsch und Rosenau sowie die Wassergenossenschaft Freudenberg. Für andere Ortsteile Moosburgs besteht laut Bürgermeister Herbert Gaggl derzeit keine entsprechende Warnung.

In den betroffenen Gebieten soll Leitungswasser derzeit nicht unbehandelt getrunken werden. Vor dem Trinken, Zähneputzen oder der Zubereitung von Speisen und Babynahrung sollte das Wasser sprudelnd abgekocht werden. In Moosburg wird empfohlen, es mindestens ein bis drei Minuten kochen zu lassen. Zum Duschen, Händewaschen oder Wäschewaschen kann das Wasser weiterhin verwendet werden.

Abkochen als Vorsichtsmaßnahme

In Moosburg handelt es sich derzeit um eine Vorsichtsmaßnahme. Bürgermeister Herbert Gaggl betonte, dass bislang keine eigene Verunreinigung des Moosburger Wassers festgestellt worden sei. Betroffen seien ausschließlich jene Bereiche, die mit Wasser aus Feldkirchen versorgt werden. Am Dienstagmorgen wurden neue Proben genommen; endgültige Ergebnisse werden laut Gaggl für Freitag erwartet.

Auch in der Marktgemeinde Gurk sind mehrere Ortsteile von einer Warnung betroffen. Laut einer amtlichen Mitteilung wurde dort eine geringfügige Überschreitung eines zulässigen Wertes festgestellt. Auch dort wird vorsorglich empfohlen, das Trinkwasser abzukochen.

Keine gemeinsame Ursache belegt

Dass derzeit mehrere Kärntner Gemeinden gleichzeitig von Trinkwasserwarnungen betroffen sind, bedeutet laut dem Institut für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt Kärnten (ILV) nicht automatisch, dass die Fälle zusammenhängen. Die Ursachen seien in der Regel anlagenspezifisch. Entscheidend seien deshalb regelmäßige Wartung und Instandhaltung von Hochbehältern, Quellfassungen und Leitungsnetzen sowie laufende Kontrollen der Wasserversorgungsanlagen. In Gebieten mit erhöhtem Risiko können zusätzlich UV-Desinfektionsanlagen eingesetzt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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