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Zivilcourage

Hilferufe in der Nacht: Halbnackter Mann steckt in Felswand fest

Hilferufe in der Nacht: Halbnackter Mann steckt in Felswand fest
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Verzweifelte Hilferufe aus einer Felswand: Nergiz Saskin-Sisman reagierte sofort und setzte die Rettungskette in Gang. Eineinhalb Jahre später wurde sie für ihre Zivilcourage ausgezeichnet.

Am Abend des 13. April 2025 hörte Nergiz Saskin-Sisman in Dornbirn verzweifelte Hilferufe aus dem Bereich des Breitenbergs. Sie reagierte und alarmierte die Einsatzkräfte, die daraufhin nach dem Mann suchten. Die Feuerwehr Dornbirn setzte schließlich eine Drohne ein und konnte damit den genauen Aufenthaltsort des Hilfesuchenden an einer steilen Felswand feststellen.

Die Drohne entdeckte einen 42-jährigen Rumänen rund 300 Meter über dem Talboden an der steilen Felswand des Breitenbergs. Der Mann trug lediglich eine Hose und eine Wollhaube, war leicht alkoholisiert und bereits stark unterkühlt. Nach eigenen Angaben hatte er das Bergsteigen ausprobieren wollen.

Dramatische Bergrettung

Aufgrund des steilen und schwer zugänglichen Geländes war eine Bergung zu Fuß nicht möglich. Die Schweizerische Rettungsflugwacht REGA wurde angefordert und holte den 42-Jährigen bei einem nächtlichen Winden-Einsatz aus der Felswand. Stark unterkühlt und mit Muskelkrämpfen wurde er anschließend in das Krankenhaus Dornbirn gebracht.

DECUS-Preis 2026

Für ihr beherztes Handeln wurde Nergiz Saskin-Sisman am 12. Oktober 2026 bei der DECUS-Gala im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn ausgezeichnet. Der DECUS würdigt Menschen, die in Notsituationen durch Engagement, Courage und Selbstlosigkeit anderen helfen.

Insgesamt wurden bei der diesjährigen Verleihung 22 Ersthelferinnen und Ersthelfer für ihren Einsatz geehrt. Saskin-Sisman erhielt die Auszeichnung ausdrücklich dafür, dass sie die verzweifelten Hilferufe wahrnahm, die Einsatzkräfte alarmierte und dadurch die Rettung des 42-Jährigen vom Breitenberg ermöglichte.

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KO KOSMO-Redaktion
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