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Zugausfälle

Stau-Chaos: Mehr Wien-Pendler als Arbeitslose in Österreich

Stau-Chaos: Mehr Wien-Pendler als Arbeitslose in Österreich
(FOTO: wikimedia/My Friend)
2 Min. Lesezeit |

Die Stadt Wien, ein Magnet für Pendler, zählt täglich mehr als 617.000 Menschen, die in die Bundeshauptstadt strömen. Doch nur ein Viertel nutzt öffentliche Verkehrsmittel für die Fahrt. Mit der bevorstehenden Reduzierung des Zugangebots könnte die Situation noch kritischer werden.

Wien ist das Ziel von Hunderttausenden Pendlern. Jeden Tag strömen mehr als 617.000 Menschen in die Bundeshauptstadt. Die Mehrheit, 77 Prozent, nutzen dabei das Auto. Das geht aus der Kordonerhebung hervor, die die Verkehrsströme nach Wien abbildet. Doch nur ein Viertel der Pendlerfahrten wird mit Bus oder Bahn absolviert.

29 Prozent mit Öffis

In den Stoßzeiten zwischen 5 und 9 Uhr morgens sieht die Situation etwas anders aus. Dann sind immerhin 29 Prozent der Pendler mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. In den letzten Jahren konnte ein leichter Anstieg in der Nutzung von Bus und Bahn verzeichnet werden. Seit 2010 haben diese um 28,5 Prozent zugelegt. Doch der öffentliche Verkehr hinkt noch weit hinterher.

„Die ÖBB sind aufgerufen, die Qualität und Pünktlichkeit ihrer Dienste zu verbessern. Unsere Pendler müssen sich auf den öffentlichen Verkehr verlassen können“, mahnt Verkehrslandesrat Udo Landbauer.

Ausbau der Südbahn bis Mödling

Um den Verkehr zu entlasten, sind Ausbaupläne für den öffentlichen Verkehr im Wiener Umland in der Diskussion. Visionen für den viergleisigen Ausbau der Südbahn bis Mödling, eine Straßenbahn nach Schwechat und eine Stadtregio-Tram von Liesing über Perchtoldsdorf nach Kaltenleutgeben existieren bereits.

Doch die Realität sieht anders aus. Die ÖBB haben wegen Zugausfällen Fahrplankürzungen angeordnet. Ein Schritt, der die Pendlerproblematik nicht löst. „Das ist weit weg vom Idealzustand und darf keinesfalls zum Dauerzustand werden“, kritisiert Landbauer und fordert, dass „die vom Land Niederösterreich bestellte Qualität ab Ende März auf Schiene ist“.

Inmitten der Pendlerproblematik steht fest: Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen attraktiver werden. Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, um die Blechlawinen einzudämmen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Die Pendler in und um Wien brauchen eine zuverlässige und effiziente Alternative zum Auto.

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KO KOSMO-Redaktion
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