Als Caitlin McAlinden, eine 24-jährige Frau, während ihrer Schwangerschaft anhaltende Übelkeit und extreme Müdigkeit erlebte, schob sie die Symptome auf die üblichen Beschwerden einer werdenden Mutter. Doch eine plötzliche Gewichtsabnahme und das Wachstum einer erbsengroßen Geschwulst an ihrem Hals veranlassten sie zur ärztlichen Konsultation. Die Diagnose fiel erschütternd aus: ein Hodgkin-Lymphom im Frühstadium.

Ein Schock mitten im Mutterglück
Im September 2023 begann bei McAlinden die lang ersehnte Schwangerschaft. Doch mit den ersten Freudentagen gesellten sich auch ausgeprägte Symptome hinzu. Anfänglich als Schwangerschaftsanzeichen gedeutet, ließen der rapide Gewichtsverlust von zwölf Kilogramm und das Anschwellen der Wucherung zu Golfballgröße keinen Raum mehr für Zweifel: Es musste mehr dahinterstecken. Tests bestätigten schließlich das Hodgkin-Lymphom, eine Krebserkrankung, die vor allem jüngere Menschen zwischen 15 und 35 Jahren betrifft.
Behandlung verschoben
Obwohl Chemotherapien mitunter während einer Schwangerschaft ab der 14. Woche durchgeführt werden können, entschieden die Ärzte im Falle von McAlinden, die Therapie erst nach der Geburt ihres Sohnes zu beginnen. Diese Vorgehensweise spiegelt ein Abwägen von Risiken und Nutzen wider, wie Cancer Research UK erläutert, und berücksichtigt dabei die potenziellen Gefahren für das ungeborene Kind.
Hoffnung trotz Herausforderung
Morbus Hodgkin ist eine ernstzunehmende Diagnose, welche die Betroffenen nicht nur körperlich, sondern auch emotional stark beansprucht. Zu den Symptomen gehören neben der angesprochenen Müdigkeit und Atemnot auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Doch trotz der Schwere ihrer Situation bleibt McAlinden optimistisch. Sie äußerte sich gegenüber der „Daily Mail“ mit den Worten: „Das ist nicht die Schwangerschaft, auf die ich gehofft habe. (…) Meine Chancen stehen wirklich gut – aber mein Baby zu bekommen wird eine gute Ablenkung für alles sein, was ich durchmache.“
