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Urteil

Wollte „ein bisschen verletzen“: Mann stach 42 Mal auf Ex-Freundin ein

Wollte „ein bisschen verletzen“: Mann stach 42 Mal auf Ex-Freundin ein
FOTO: iStock/Jacob Wackerhausen/Kevin Brine
3 Min. Lesezeit |

Ein Familienvater wurde am Dienstag wegen versuchten Mordes an seiner Freundin zu einer 15-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Vorfall, der sich im vergangenen Jahr ereignete, endete mit 42 Stichen auf das Opfer. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, er habe die 40 Jahre alte Frau „ein bisschen verletzen“ wollen: „Ich hatte nie im Leben vor, sie zu töten.“ Trotz seiner Einwände anerkannte der Geschworenenrat einstimmig den Mordversuch, womit das Urteil rechtskräftig wurde.

Verhängnisvolle Begegnung

Der 27. Oktober des letzten Jahres sollte ein Tag der Freude für die 40-jährige Ex-Freundin des Angeklagten sein, doch er verwandelte sich in einen Albtraum. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lauerte der Kosovare im Park, trank Alkohol, um sich Courage zu machen und plante den Angriff auf die Frau, die er einst geliebt hatte. Mit einer Drohung im Gepäck, die er am Vortag ausgestoßen hatte – „Du wirst deinen Geburtstag am 5. November nicht erleben! Dein Bruder wird Blumen auf dein Grab legen“ – wartete er auf sein Opfer.

Der Übergriff war von außergewöhnlicher Brutalität gekennzeichnet. Mit einem Messer versetzte der Täter der Frau zwölf Stiche in Hals, Nacken, Gesicht und Rücken. Als die Messerklinge abbrach, griff er zu einem Schraubenzieher und setzte seine Attacke fort, bis Passanten und der Sohn des Opfers auf die Hilferufe reagierten und dem Angriff ein Ende setzten. Die Polizei konnte den Täter in unmittelbarer Nähe des Tatorts festnehmen.

Das Leiden nach der Tat

Im Zeugenstand schilderte die Überlebende die Folgen der Tat. „Er hat nicht aufgehört“, erinnerte sich die Frau an den Angriff. Trotz zwei Tagen Krankenhausaufenthalt und physischer Heilung bleibt die psychische Wunde. Das Opfer berichtete von ihrer Furcht und schlaflosen Nächten seit dem Angriff.

Romanze mit schweren Folgen

Die beiden hatten sich über Facebook kennengelernt, während die Ehefrau des Täters von der Beziehung nichts wusste. Der Familienvater, der gerade Vater geworden war, fühlte sich durch die Freundin in seiner familiären Existenz bedroht: „Sie wollte meine Familie zerstören“, sagte er vor Gericht. Nach dem Ende der Beziehung durch die Freundin versuchte der Mann wiederholt, die Kontaktaufnahme zu erzwingen.

Verteidigung und Geständnisse

Philipp Winkler, der Verteidiger des Angeklagten, argumentierte, sein Mandant habe der Frau bloß „einen Denkzettel verpassen“ wollen. Der Angeklagte selbst fügte hinzu: „Ich bin 40 Jahre alt. Wenn ich jemanden umbringen will, wurde ich das auch mit einem Stein schaffen.“ Trotz dieser Behauptungen konnte er die Geschworenen nicht überzeugen, insbesondere angesichts vergangener Drohungen per Whatsapp und einem beunruhigenden Anruf aus dem Gefängnis.

Das Urteil schließt ein tragisches Kapitel, das dessen ungeachtet weiterhin gravierende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen hinterlässt.

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KO KOSMO-Redaktion
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