Urlauber und Geschäftsreisende aufgepasst: Wer mit seinem Fahrzeug im europäischen Ausland unterwegs ist, muss sich auf hohe Bußgelder für Verkehrsverstöße einrichten, wie KOSMO berichtete. Durch eine EU-Regelung landen Strafzettel von dort nun auch unmittelbar bei deutschen Behörden. Besonders in Finnland und der Schweiz kann es schnell sehr kostspielig werden.

Tempolimits sind dazu da, um sie zu beachten – und das nicht nur in Österreich. Wer sie zu deutlich überschreitet, riskiert hohe Strafen. Eine Geschwindigkeitsübertretung kann jedoch je nach Land unterschiedlich hart bestraft werden. So wird in der Schweiz bereits ab einem Plus von 35 Stundenkilometern die Grenze zur Straftat überschritten, in Finnland sind es 50 Stundenkilometer.
Finnischer Spitzenreiter in der Bußgeldliga
In Finnland schlägt das Prinzip der Einkommensabhängigkeit bei der Höhe der Bußgelder durch. Ein Beispiel, das für Aufsehen sorgte, ist der Fall eines Autofahrers, der bei erlaubten 50 Stundenkilometern mit 82 Stundenkilometern geblitzt wurde. Mit einem Strafzettel von 121.000 Euro musste er eine Summe zahlen, die weit über dem liegt, was in Österreich üblich ist. Während in Österreich der teuerste Strafzettel nicht zwingend durch Geschwindigkeitsübertretungen verhängt wird, kann in Finnland ein durchschnittlicher Verdiener für ähnliche Vergehen bereits über 6.000 Euro zur Kasse gebeten werden.
Rekordstrafen in der Schweiz
Die Schweiz versteht ebenfalls keinen Spaß, wenn es um Raser geht. Ein Schwede, der mit unglaublichen 290 Kilometern pro Stunde erwischt wurde, erlebte das am eigenen Leib. Die geforderte Summe belief sich zunächst auf 1.080.000 Schweizer Franken (1.103.135,77 Euro). Allerdings sind die genauen Details der finalen Zahlung nicht geklärt. Es wird spekuliert, dass die Summe letztendlich bei etwa 81.000 Schweizer Franken (82.724,81 Euro) lag. Nicht weniger dramatisch ist der Fall eines Schweizers, der in seinem Ferrari zu schnell durch ein Dorf fuhr und dafür mit mehr als 200.000 Euro belangt wurde. Solche Vorfälle können nicht nur zum Verlust des Führerscheins, sondern auch des Fahrzeugs führen.
Konsequenzen des Rasens
Wer also plant, mit dem Auto ins europäische Ausland zu fahren, sollte sich im Vorfeld mit den dortigen Verkehrsregeln und Bußgeldern auseinandersetzen – es könnte sonst ein unerwartet teurer Trip werden.
