Die politische Landschaft Österreichs zeigt sich in der neuesten Befragung durch das Market-Institut weiterhin blau gefärbt. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) sichert sich in der Umfrage, die der Tageszeitung „Der Standard“ zu entnehmen ist, mit 29 Prozent die Spitzenposition bei den Wählerpräferenzen. Wenn die Nationalratswahl am kommenden Sonntag abgehalten würde, stünde somit die FPÖ als Sieger da. Auffällig ist dabei, dass die Partei besonders bei Männern mit 25 Prozent und bei Frauen mit 20 Prozent Anklang findet.

Beliebtheit quer durch die Berufsgruppen
Die FPÖ erfreut sich großer Beliebtheit in der Arbeiterschaft, wo sie mit 38 Prozent überzeugt. Nicht nur dort, sondern auch unter den Selbstständigen und Freiberuflern konnte die Partei Boden gutmachen und ist mittlerweile populärer als die Österreichische Volkspartei (ÖVP).
SPÖ und ÖVP folgen mit Abstand
Die Umfrageergebnisse weisen der SPÖ einen Anteil von 23 Prozent zu, während die ÖVP sich mit 20 Prozent begnügen muss. Kein besonders erfreuliches Ergebnis für die Spitzenvertreter dieser Parteien: „Nehammer, Kickl und Babler liegen statistisch betrachtet sehr nahe beisammen – keiner von ihnen hat herausragende Werte. Vor allem, wenn man den Vergleich mit Dominik Wlazny zieht, der ohne große Präsenz in den politischen Debatten von neun Prozent direkt als Kanzler gewünscht wird“, erklärt David Pfarrhofer vom Market-Institut.
Bierpartei als Überraschung?
Weiter hinten im politischen Feld finden sich die Neos mit zehn Prozent und die Grünen mit neun Prozent. Eine potenzielle Überraschung stellt die Bierpartei dar, die laut Market-Umfrage auf fünf Prozent der Stimmen kommt – und das, obwohl noch nicht einmal sicher ist, ob sie an der Wahl teilnehmen wird.
