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Neue Überweisungsregeln

Ab dieser Woche: Diese Änderungen kommen auf Bankkunden zu!

Ab dieser Woche: Diese Änderungen kommen auf Bankkunden zu!
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Blitzschnelles Geld und mehr Sicherheit: Die Eurozone revolutioniert das Überweisungssystem mit neuen Regeln, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen.

Ab 9. Oktober gelten im Euroraum neue Regelungen für Banküberweisungen, die Echtzeitüberweisungen zum Standard machen. Sämtliche Banken in der Eurozone müssen diesen Service künftig anbieten, wobei zusätzliche Gebühren untersagt sind. Zur besseren Betrugsbekämpfung wird ein obligatorischer Abgleich zwischen IBAN und dem Namen des Empfängers eingeführt. Ein dreistufiges Ampelsystem informiert Kunden vor dem Überweisungsabschluss über die Übereinstimmung: Grün signalisiert vollständige Kongruenz, Gelb deutet auf kleinere Abweichungen hin, während Rot vor erheblichen Unstimmigkeiten warnt. Bei einer roten Warnung trägt der Kunde die volle Verantwortung.

⇢ Ab Oktober: Diese neuen Regeln gelten für Banküberweisungen

Betrugsschutz verbessert

Der AK-Konsumentenschutzexperte Christian Prantner bezeichnet den IBAN-Abgleich als wesentlichen Fortschritt im Kampf gegen Finanzbetrug. „Bisher war es für Betrüger einfach, Zahlungsströme umzuleiten, da IBAN und der Empfängername nicht zusammenpassen mussten – der IBAN war der einzige Kundenidentifikator“, erläutert Prantner gegenüber der APA. Betrügerische Akteure konnten dadurch falsche Kontodaten mit dem Namen eines legitimen Zahlungsempfängers kombinieren, wodurch die Überweisung problemlos durchgeführt wurde. Prantner betont jedoch, dass mit den neuen Bestimmungen auch die Sorgfaltspflicht der Kunden steigt, die ihre Überweisungsdaten nun besonders genau kontrollieren sollten.

Die Rückholung einer fehlerhaften oder irrtümlichen Überweisung gestaltet sich laut Prantner meist schwierig und kann für Verbraucher kostspielig werden. Bei unbeabsichtigten oder fehlgeschlagenen Transaktionen besteht zwar die Möglichkeit, bei der Bank einen Nachforschungsauftrag zu initiieren. Dieser Service ist jedoch nicht kostenlos – die Finanzinstitute berechnen dafür nach Prantners Angaben zwischen 30 und 50 Euro.

Verbleibende Risiken

Bedenken äußert Prantner hinsichtlich der Tatsache, dass Echtzeitüberweisungen betrügerische Aktivitäten beschleunigen könnten, da fehlerhafte Zahlungen schwieriger nachzuverfolgen sind. Er weist zudem darauf hin, dass viele Kunden mit der zunehmenden Digitalisierung überfordert sind, während gleichzeitig persönliche Beratungsangebote reduziert werden. Die Arbeiterkammer plant, zu beobachten, ob Banken die Neuerungen später durch höhere Gebühren ausgleichen werden.

⇢ Was jeder Bankkunde ab Oktober über die „10-Sekunden-Regel“ wissen muss

Eine weitere EU-Verordnung zur Verbesserung des Betrugsschutzes und klareren Haftungsregelungen befindet sich derzeit in Ausarbeitung.

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KO KOSMO-Redaktion
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