Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Kindesmisshandlung

An Stuhl gefesselt und verbrannt: Mutter soll Tochter (10) gequält haben

An Stuhl gefesselt und verbrannt: Mutter soll Tochter (10) gequält haben
FOTO: iStock/Hialeah Police Department
2 Min. Lesezeit |

Brandwunden an mehreren Körperstellen, ein gefesseltes Kind – und eine Mutter, die alles auf einen Kochunfall schiebt.

Eine Mutter aus Florida ist wegen schwerer Kindesmisshandlung angeklagt worden. Der Vorwurf wiegt schwer: Sie soll ihre zehnjährige Tochter zur Strafe gefesselt und mit Gegenständen verbrannt haben.

Meldung aus der Schule

Der Fall wurde am 9. September von der Schule des Mädchens in Hialeah gemeldet. Lehrerinnen oder Lehrer hatten offenbar Verletzungen bemerkt und die Behörden verständigt. Bei der anschließenden Untersuchung stellten Ermittler der Polizei Hialeah Brandwunden an Unterarm, Schienbein und Oberschenkel des Kindes fest.

Das Mädchen selbst schilderte gegenüber den Beamten, was ihm widerfahren sein soll: Die Mutter habe es an einen Stuhl gefesselt und an mehreren Körperstellen verbrannt – als Strafe dafür, dass es sich „schlecht benehme“.

Widersprüchliche Aussagen

Die 35-jährige Gineth Ramirez bestreitet die Vorwürfe. Sie erklärte, die Verletzungen seien auf einen Kochunfall zurückzuführen – ein Löffel sei ihr aus der Hand gefallen und habe das Mädchen getroffen. Für die weiteren Wunden an Beinen und Oberschenkel lieferte sie hingegen keine Erklärung.

In ihren Aussagen gegenüber der Polizei betonte Ramirez, sie bestrafe ihr Kind niemals durch Schläge. Die Ermittler hielten dies in ihren Aufzeichnungen fest.

Ramirez befindet sich derzeit ohne Möglichkeit auf Kaution in Untersuchungshaft im Gefängnis von Miami-Dade County. Eine Kautionsanhörung steht noch aus, die formelle Anklageerhebung ist für den 13. Oktober angesetzt.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen