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Arbeitskräftemangel

Arbeitslose winken ab: 2.200 Euro Job locken niemanden mehr

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FOTO: AMS, iStock

Die Wintersaison steht vor der Tür, doch in Österreichs Alpenregionen fehlt das Personal. Ein Hotelier aus Fließ sucht verzweifelt nach Servicekräften – mit ernüchterndem Ergebnis.

In Österreichs Alpenregionen läuft die Vorbereitung auf die Wintersaison auf Hochtouren. Während die Skigebiete ihre Anlagen winterfest machen, stehen Hotellerie und Gastronomie vor einer enormen Herausforderung: Der Mangel an Arbeitskräften entwickelt sich zunehmend zum Nadelöhr für die gesamte Tourismusbranche. Besonders Saisonkräfte sind auf dem heimischen Arbeitsmarkt kaum noch verfügbar, was viele Betriebe in existenzielle Nöte bringt.

Pandemiefolgen spürbar

“Es war schon vor Corona nicht einfach, fähiges Fachpersonal aus Österreich zu finden, doch jetzt ist es noch schwieriger”, erklärt der Inhaber eines Hotelbetriebs in Fließ im “Heute”-Gespräch. Viele Servicekräfte hätten in der Pandemie einen anderen Arbeitsweg eingeschlagen. Ihm bleibe schlicht nichts anderes übrig, als über das AMS auch im Ausland nach einer Kellnerin oder einem Kellner für die Saison von 18. Dezember 2025 bis 6. April 2026 zu suchen.

Stellenanforderungen

Für die ausgeschriebene Vollzeitstelle werden neben angemessenen Deutschkenntnissen vor allem Selbständigkeit, Engagement und ein freundliches Auftreten erwartet. Auch Berufserfahrung im Service von Getränken und Speisen ist erwünscht. Als Gegenleistung bietet der Betrieb ein monatliches Bruttogehalt von mindestens 2.200 Euro mit möglicher Überzahlung sowie freie Unterkunft und Verpflegung.

Bewerbungen gingen zwar bereits ein, allerdings mit eingeschränkter Qualität: “Bisher sind leider nur unseriöse Bewerbungen aus Marokko eingetrudelt.”