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Integrationslücke

Auch nach Jahren in Österreich: Viele Flüchtlingsfrauen ohne Job

Auch nach Jahren in Österreich: Viele Flüchtlingsfrauen ohne Job
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Jahrelang in Österreich – und dennoch kaum im Arbeitsmarkt angekommen. Neue Zahlen zeigen, wie groß die Lücke wirklich ist.

Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) hat aktuelle Daten zur Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen in Österreich vorgelegt, die deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Herkunftsgruppen zeigen. Besonders niedrig ist die Erwerbstätigenquote bei Frauen mit Migrationshintergrund aus Syrien, Afghanistan und dem Irak: Sie liegt bei lediglich 24,3 Prozent. Bei Männern aus diesen drei Herkunftsländern beträgt sie 55,9 Prozent.

Im Schnitt über alle drei Herkunftsländer Syrien, Afghanistan und Irak hinweg beträgt die Erwerbstätigenquote 44 Prozent.

Starke Unterschiede

Der Blick auf andere Migrantinnengruppen zeigt, wie groß die Unterschiede tatsächlich sind. Frauen mit Migrationshintergrund aus der Türkei weisen eine Erwerbstätigenquote von 56 Prozent auf, bei Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien außerhalb der EU sind es 69,4 Prozent.

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung bei ukrainischen Vertriebenen: Von den Frauen, die 2022 temporären Schutz in Österreich erhielten, waren zwei Jahre später rund 35 Prozent erwerbstätig. Auch bei zuletzt zugewanderten Türkinnen zeigt sich eine schnellere Arbeitsmarktintegration: Von jenen, die 2022 nach Österreich kamen, war ein Jahr später bereits rund die Hälfte erwerbstätig.

Langjährige Stagnation

Auch nach langjährigem Aufenthalt bleibt die Erwerbsintegration vieler syrischer und afghanischer Frauen niedrig. Von den Frauen, die 2015/16 nach Österreich kamen und hierblieben, waren acht beziehungsweise neun Jahre später 36,2 Prozent der Syrerinnen und 37,8 Prozent der Afghaninnen mindestens 90 Tage im Jahr beschäftigt.

Die Erwerbstätigenquote der weiblichen Gesamtbevölkerung in Österreich liegt bei 70,7 Prozent, jene von Frauen mit Migrationshintergrund insgesamt bei 64,3 Prozent.

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KO KOSMO-Redaktion
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