Zwei tödliche E-Scooter-Unfälle binnen 24 Stunden – darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Österreich steht vor einer erschreckenden Serie.
Am Mittwochabend kam es in Oberndorf in Niederösterreich zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein zwölfjähriges Mädchen ums Leben kam. Das Kind war gemeinsam mit einer Freundin auf einem E-Scooter unterwegs, als es im Bereich einer Kreuzung zu einer Kollision mit einem Pkw kam. Die niederösterreichische Polizei bestätigte den Zusammenstoß im Kreuzungsbereich, der genaue Unfallhergang ist jedoch noch Gegenstand der Ermittlungen.
Das zweite auf dem Roller mitfahrende Mädchen wurde mit einem Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus nach Linz gebracht. Der Fahrer des beteiligten Pkw blieb nach Angaben des ORF Niederösterreich unverletzt. Für eines der beiden Mädchen kam jede Hilfe zu spät – es erlag seinen schweren Verletzungen.
Tödliche Unfallserie
Bereits einen Tag zuvor, am Dienstag, ereignete sich in Villach ein weiterer tödlicher E-Scooter-Unfall. Ein Mann, der auf dem Weg zur Arbeit war, verlor in einem Kreisverkehr offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug, stürzte und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er kurz darauf starb. Laut einem Bericht der Kronen Zeitung hätte das Tragen eines Helms sein Leben möglicherweise retten können.
Ein ähnlich tragischer Vorfall hatte sich bereits im vergangenen August in Oberösterreich ereignet. Zwei 14-jährige Freundinnen waren gemeinsam mit einem E-Scooter unterwegs, als sie seitlich mit einem Pkw kollidierten. Ein Mädchen mit italienischen Wurzeln starb infolge des Unfalls, die zweite Jugendliche soll sich seither im Koma befinden.
Helm-Frage offen
Auch in diesem Fall trugen die Mädchen keinen Helm.
Ob die Zwölfjährige aus Niederösterreich zum Zeitpunkt des Unfalls einen Helm trug, ist derzeit nicht bekannt. In Österreich gilt ab Mai für E-Scooter-Fahrer unter 16 Jahren eine Helmpflicht. Das verstorbene Kind hätte somit einen Helm tragen müssen.