Gleich zwei Störungen im Wiener Bahnnetz sorgten am Samstag für Chaos. In Heiligenstadt mussten 140 Personen evakuiert werden, während in Wien-Mitte ein Zug im Tunnel steckenblieb.
Eine Stellwerksstörung am Bahnhof Wien-Heiligenstadt führte am Samstagnachmittag zur Evakuierung von drei ÖBB-Zügen. Insgesamt 140 Fahrgäste waren von der Maßnahme betroffen. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Tulln an der Donau, Kritzendorf und Wien-Heiligenstadt ein.
Reisende mussten in diesem Bereich mit Verzögerungen von bis zu einer Stunde rechnen. Der technische Defekt trat am Vormittag auf und legte den Zugverkehr bis etwa 13 Uhr vollständig lahm.
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Frühere Störung
Bereits am frühen Morgen kam es zu einem weiteren Zwischenfall im Wiener Bahnnetz. Eine S-Bahn mit rund 150 Personen blieb im Bereich des Verkehrsknotenpunkts Wien-Mitte in einem Tunnel stehen. Die Berufsfeuerwehr unterstützte bei der Evakuierung der Passagiere, die anschließend sicher zur Station zurückgeleitet wurden.
Nach Auskunft einer ÖBB-Sprecherin hatte der Triebwagenführer zunächst eine technische Störungsanzeige erhalten. Er hielt daraufhin am Wien-Praterstern an und setzte nach einer Überprüfung die Fahrt fort, da er das Problem für behoben hielt.
Schnelle Evakuierung
Allerdings erschien die Fehlermeldung nach weniger als 100 Metern erneut, woraufhin die Evakuierung eingeleitet wurde. Der Einsatz begann um 8.40 Uhr und konnte bereits 15 Minuten später abgeschlossen werden.
Auf der S-Bahn-Stammstrecke kam es anschließend zu keinen weiteren Beeinträchtigungen, da in diesem Bereich ausreichend alternative Gleise zur Verfügung standen.