Eine geteilte Stadt und ein Zwischenreich

Das war es manchmal auch im an sich wunderschönen Stolac in der Hercegovina.
Wenn man ein bisschen unter die Oberfläche schaut, sieht man eine geteilte Stadt, in der wechselseitige Blockaden jeden Fortschritt verhinderten. Siehe diese Reportage.
Aber es geht langsam aufwärts, und das macht Hoffnung.
Spannend war auch, Brčko kennenzulernen.
Aus dem bosnischen Zwischenreich lassen sich viele Geschichten erzählen. Diese Reportage war ein Anfang.

Eine zweite, und viel nettere, Geschichte kann ich für die nächsten Wochen in Aussicht stellen.
Wie unterschiedlich man mit Vergangenheit umgehen kann

In Zagreb fand ich mich wieder mal mit der etwas eigenartigen Vergangenheitsbewältigung der kroatischen Gesellschaft konfrontiert.
Und wenn wir bei dem Umgang mit der jüngeren Geschichte sind, ist Balkan Stories 2023 auf zwei weitere interessante Beispiele gestoßen.
Da wäre zum einen der Skandal um ein ehemaliges italienisches Konzentrationslager auf der Insel Mamula in der Bucht von Kotor.
Damit beschäftigt sich eine Dokumentation des serbischen Filmemachers und Journalisten Aleksander Reljić, die hier zum ersten Mal auf Deutsch vorgestellt wurde.
Wie Geschichte, Kultur und Natur rücksichtslos und um einen Bettel privatisiert werden, ist ein all-post-jugoslawisches Phänomen.
Man könnt es mit dem Satz beschreiben „Nach Jugoslawien die Sintflut“.
Ein äußerst positives Beispiel, wie man mit der jüngeren Geschichte umgeht, hat vor kurzem in Sarajevo seinen ersten Geburtstag gefeiert: Das Ex YU Rock Centar.
Es ist das erste Museum im gesamten ehemaligen Jugoslawien, das sich der Geschichte der buntesten und erfolgreichsten Rock-Szenen in einem sozialistischen Land widmet.
Die Reportage über das Museum ist einer meiner persönlichen Lieblinge aus dem Jahr 2023.
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