Zwei Länder, eine neue Trasse: Ein Autobahnprojekt zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina nimmt konkrete Formen an.
Ein rund 18 Kilometer langer Autobahnabschnitt mit einer Brücke über die Save soll künftig Serbien und Bosnien-Herzegowina direkt miteinander verbinden. Das Teilstück ist Bestandteil des Fernstraßenprojekts E-761 auf der Achse Belgrad–Sarajevo und gilt als infrastrukturpolitisch bedeutsam. Die neue Verbindung soll beide Länder an die paneuropäischen Verkehrskorridore anbinden und damit ihre Einbettung in das überregionale Straßennetz stärken.
Technische Auslegung
Technisch ist die Trasse als klassische Autobahn ausgelegt – mit zwei getrennten Fahrbahnen, je zwei Fahrspuren sowie einem Pannenstreifen pro Richtung, dazwischen ein durchgehender Mittelstreifen. Die projektierte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h.
Seinen Ausgangspunkt nimmt der Abschnitt nahe dem bestehenden Autobahnknoten Kuzmin an der Strecke Belgrad–Zagreb; das Ende bildet der Grenzübergang bei Sremska Raca. Wie das Portal B92.net berichtet, markiert das Vorhaben einen weiteren Schritt im schrittweisen Ausbau der grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur auf dem Westbalkan.