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Gewaltstatistik

Besorgniserregende Entwicklung: 6.600 verletzte Polizisten

Besorgniserregende Entwicklung: 6.600 verletzte Polizisten
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2 Min. Lesezeit |

Alarmierende Zahlen aus dem Innenministerium: Über 6.600 verletzte Polizisten in zweieinhalb Jahren, drei tödliche Dienstunfälle – und der Trend zeigt weiter nach oben.

Die Zahl der im Dienst verletzten Polizeibeamten in Österreich zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Wie aus einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Reinhold Maier hervorgeht, wurden zwischen Jänner 2023 und Juni 2025 insgesamt 6.637 Polizisten während ihrer Dienstausübung verletzt. Bei 437 Beamten handelte es sich um schwere Verletzungen. Besonders alarmierend: Drei Polizisten verloren im Dienst ihr Leben.

In seiner Antwort auf die Anfrage räumt Innenminister Gerhard Karner ein, dass die Zahlen einen deutlichen Aufwärtstrend zeigen und keine Besserung in Aussicht steht. Die Statistik belegt diese Einschätzung: Während 2023 noch 2.539 verletzte Beamte registriert wurden, stieg die Zahl 2024 auf 2.580 an. Allein im ersten Halbjahr 2025 wurden bereits 1.518 Verletzungsfälle dokumentiert.

Regionale Unterschiede

Bemerkenswert ist die regionale Verteilung der Vorfälle. Einzig in Wien verzeichneten die Behörden einen signifikanten Anstieg der Verletzungszahlen um 7,2 Prozent. In den übrigen Bundesländern ging die Zahl der verletzten Polizisten im Vergleich von 2023 zu 2024 hingegen um 1,3 Prozent zurück.

Als Reaktion auf diese Entwicklung werden im Rahmen der laufenden Kriminaldienstreform gezielt regionale Polizeiinspektionen gestärkt und modernisiert, um die Einsatzfähigkeit und das Arbeitsumfeld der Beamten zu verbessern. Diese Maßnahmen sollen insbesondere in Wien und den Bundesländern die Präsenz und Sicherheit erhöhen.

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Budgeterhöhung vs. Kritik

Trotz der kritischen Zahlen hat das Innenministerium das Sicherheitsbudget für die Polizei im Jahr 2025 auf 4,7 Milliarden Euro erhöht – eine Steigerung um 700 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Ein wesentlicher Teil dieses Budgets ist laut Minister Karner für die personelle und technische Ausstattung der Exekutive vorgesehen, um den gestiegenen Herausforderungen wie Migration, Terrorismus und Cyberkriminalität zu begegnen.

FPÖ-Kritik

Der freiheitliche Mandatar Maier zeigt sich angesichts dieser Entwicklung besorgt: „Die Zahl der verletzten Kollegen ist alarmierend – prozentual wesentlich mehr als die Jahre zuvor! Der Beruf wird immer gefährlicher – im Gegenzug spart Innenminister Karner Polizeistreifen und somit bei der Präsenz ein.“ Gegenüber „Heute“ kritisierte der FPÖ-Politiker zudem, dass die Attraktivität des Polizeiberufs durch das „gewollte Aufschnüren des Gehaltsabschlusses“ und die Streichung der Basisbelohnung, auch als Weihnachtsbelohnung bekannt, zusätzlich gemindert werde.

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KO KOSMO-Redaktion
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