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Gleissanierung

Bim-Fahrgäste aufgepasst: Diese Baustelle trifft sieben Linien

Bim-Fahrgäste aufgepasst: Diese Baustelle trifft sieben Linien
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Sieben Straßenbahnlinien, ein Knotenpunkt – und ab 13. Juli zwei Monate Baustelle mitten in Wien.

📍 Ort des Geschehens

Ab dem 13. Juli wird in Wien-Alsergrund eine der zentralen Straßenbahn-Kreuzungen Wiens für rund zwei Monate zur Baustelle. Die Arbeiten dauern bis zum 13. September an. Im Bereich Währinger Straße, Spitalgasse und Nußdorfer Straße erneuern die Wiener Linien auf einer Länge von etwa 500 Metern Gleise und Weichen.

Bemerkenswert dabei: Die betroffenen Gleise wurden erst vor ungefähr zehn Jahren verlegt. Die Wiener Linien begründen die neuerliche Sanierung mit den außergewöhnlich hohen Belastungen, denen das Kreuzungsplateau durch sieben Straßenbahnlinien ausgesetzt ist, und verweisen darauf, dass diesmal ein größerer Streckenabschnitt erneuert wird als noch bei den Arbeiten im Jahr 2015. Um den Eingriff in den laufenden Betrieb möglichst gering zu halten, habe man sich bewusst dafür entschieden, alle Maßnahmen gebündelt in den Sommerferien durchzuführen, anstatt sie über mehrere Monate zu strecken.

Weitreichende Umleitungen

Die Bauarbeiten ziehen weitreichende Konsequenzen für das Öffi-Netz nach sich. Unmittelbar betroffen sind die Straßenbahnlinien 5, 12, 37, 38, 40, 41 und 42. Die Linie 5 wird in zwei Abschnitte aufgeteilt und verkehrt einerseits zwischen Westbahnhof und Josefstädter Straße, andererseits zwischen Praterstern und Franz-Josefs-Bahnhof mit Weiterführung bis zur Augasse.

Die Linie 12 bedient die Strecke zwischen Hillerstraße und Franz-Josefs-Bahnhof, ebenfalls mit Verlängerung zur Augasse. Die Linien 40, 41 und 42 werden für die Dauer der Bauarbeiten vollständig eingestellt. Außerhalb des Gürtels übernehmen die Linien 37 und 38 Teile der ausgefallenen Verbindungen.

Die Linie 37 fährt zwischen Hohe Warte und Herbeckstraße über Gürtel und Kreuzgasse und ersetzt damit die Linien 40 und 42. Die Linie 38 verkehrt zwischen Grinzing und Pötzleinsdorf über Gürtel und äußere Währinger Straße und übernimmt die Strecke der Linie 41.

Ausweichmöglichkeiten

Die Sperrung des Kreuzungsplateaus sorgt für Diskussionsstoff. Der betroffene Knotenpunkt gilt als eine der wichtigsten Verbindungsachsen im gesamten Wiener Straßenbahnnetz. Für die Fahrgäste bedeutet das konkret: Wien-Döbling, Wien-Währing und Wien-Hernals verlieren für die Dauer der Bauarbeiten ihre direkte Anbindung an das Schottentor.

Ebenso entfällt die durchgehende Verbindung zwischen Westbahnhof, Franz-Josefs-Bahnhof und Praterstern. Die Wiener Linien verweisen dennoch auf ein breites Angebot an Ausweichmöglichkeiten. Neben den umgeleiteten Linien 37 und 38 stehen den Fahrgästen unter anderem die U-Bahn-Linien U2, U4 und U6, die Straßenbahnlinien D, 2, 43 und 44 sowie die Buslinie 13A zur Verfügung.

Für direkt betroffene Anrainerinnen und Anrainer bleibt in vielen Fällen dennoch nur der Griff zum Fahrrad oder ein längerer Fußweg als Alternative. Die Buslinie 40A wird im Zeitraum der Bauarbeiten in kürzeren Abständen geführt. Auf den Einsatz von Ersatzbussen verzichten die Wiener Linien, da das gesamte Kreuzungsplateau gesperrt ist und entsprechende Fahrzeuge dort nicht verkehren könnten.

Für den Autoverkehr wird eine Umleitung über Nußdorfer Straße, Sechsschimmelgasse, Wilhelm-Exner-Gasse und Michelbeuerngasse eingerichtet. Ebenfalls ab dem 13. Juli kommt es aufgrund von Gleisarbeiten am Universitäts- und Schottenring zu weiteren Einschränkungen im Straßenbahnnetz. Die Linie 71 wird bis Ende August nur zwischen Kaiserebersdorf und Schwarzenbergplatz geführt.

Die Linie D wird in diesem Zeitraum zwischen Schwarzenbergplatz und Börse über Stubentor und Schwedenplatz umgeleitet.

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KO KOSMO-Redaktion
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