Bisher wenig bekannte Details aus Titos Zeit als Häftling

GESCHICHTE

Bisher wenig bekannte Details aus Titos Zeit als Häftling

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Häftlingsfoto Josip Broz Tito
(FOTO: Wiki Commons)

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Hinter dem Foto des lebenslangen Präsidenten der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien versteckt sich eine Geschichte, welche nur sehr wenigen geläufig ist.

In Titos Lebensgeschichte kann man nachlesen, dass er zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Historische Quellen belegen, dass er 1920 nach Zagreb zurückkehrte, wo er Mitglied der Kommunistischen Partei Jugoslawiens wird. Im gleichen Jahr wurde diese jedoch auf Erlass des Königs verboten.

Als im Juni 1928 Demonstrationen der Kommunisten angekündigt wurde, war auf den Flugblättern die Unterschrift von Josip Broz zu lesen. Am 20. Juni begann die große Fahndung seitens der Polizei.

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Im Falle einer nuklearen Katastrophe hat Tito einen Bunker bauen lassen, der bei einer nuklearen Katastrophe, etwa 350 Personen aus Politik und Militär Schutz gewähren sollte.

Tito wurde am 4. August 1928 festgenommen und zu fünf Jahren Haft verurteilt. 1929 wurde er nach Lepoglava gebracht, um dort die Strafe abzusitzen. Dort trifft er auch auf den berühmten Kommunisten Moša Pijade, welcher auch die einzigen zwei Portraits von Tito aus dieser Zeit schoss. Die beiden begannen sich anzufreunden und gemeinsam Einheiten der Partei zu organisieren.

Anfang 1931 wurde Josip Broz überraschenderweise in das Gefängnis in Maribor überführt, welches als die schlimmste und härteste Anstalt in Jugoslawien galt. Dort saß Tito den Rest seiner Haft ab, wurde allerdings nicht sofort entlassen.

Broz wurde abermals überführt, dieses Mal nach Ogulin, wo er noch dreieinhalb Monate im Gefängnis saß. Erst im März 1934 wurde Tito freigelassen und gleichzeitig verordnet, dass er sich nur in seinem Heimatort Kumrovec aufhalten und diesen nicht verlassen darf.

Bereits im April des gleichen Jahres verlässt Tito Kumrovec und geht nach Samobor, wo er untertaucht und auch erstmals sein Spitzname Tito erwähnt wird.

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