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Terroranschlag

Blutbad bei jüdischem Fest: Mindestens 10 Tote – auch ein Attentäter

Blutbad bei jüdischem Fest: Mindestens 10 Tote – auch ein Attentäter
FOTO: Screenshot X
3 Min. Lesezeit |

Schüsse durchbrechen die Festtagsstimmung am Bondi Beach – ein Angriff während der Chanukka-Feierlichkeiten erschüttert Sydney und hinterlässt eine Spur der Verwüstung.

Am weltberühmten Bondi Beach in Sydney ereignete sich am Sonntagnachmittag ein schwerer Schusswaffenangriff. Der Vorfall richtete sich offenbar gegen die jüdische Gemeinschaft, die dort mit rund 2000 Teilnehmern das achttägige Lichterfest Chanukka im Rahmen der Veranstaltung „Chanukah by the Sea“ feierte.

Die örtlichen Sicherheitsbehörden reagierten umgehend und forderten die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden. Australiens Premierminister Anthony Albanese bezeichnete die Situation als „aktive Sicherheitslage“ an dem bekannten Strand.

In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videoaufnahmen, auf denen zwei dunkel gekleidete Personen mit Schusswaffen zu sehen sind – vermutlich die Täter. Die Aufnahmen zeigen, wie sie aus einem Fahrzeug aussteigen und von einer kleinen Brücke aus das Feuer eröffnen. Laut Augenzeugenberichten fielen mehr als 30 Schüsse, wobei auf den Videos nicht erkennbar ist, worauf die Schützen zielten.

Anwohner berichteten lokalen Medien, dass die ersten Schüsse gegen 18.50 Uhr Ortszeit zu hören waren. In unmittelbarer Nähe zum Strand fand im Archer Park am „Bondi Pavilion“ eine Chanukka-Feier statt, wie sowohl die britische „Daily Mail“ als auch die „Jerusalem Post“ berichteten.

Opfer und Verletzte

Nach aktuellen Angaben der Polizei forderte der Angriff mindestens zehn Todesopfer, darunter einen der Angreifer, der von Einsatzkräften erschossen wurde. Der zweite Täter schwebt in Lebensgefahr. Ein Sprecher des Rettungsdienstes von New South Wales teilte mit, dass 13 weitere Personen verletzt und in umliegende Krankenhäuser transportiert wurden.

Spezialeinheiten mit schwerer Bewaffnung sind vor Ort im Einsatz. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Aufnahmen vom Tatort, die viele am Boden liegende Menschen zeigen. Ein Augenzeuge schilderte dem australischen Nachrichtensender „9News“ die dramatische Situation: „Ein unglaubliches Zeichen, ein Symbol, das Sie später sehen werden, sind die Fotos von Verwundeten, die auf Surfbrettern herausgetragen werden, weil es nicht genügend Tragen gab.“

Heldenhafte Intervention

Offenbar gelang es einem Strandbesucher, einen der Angreifer zu überwältigen. Eine Videoaufnahme dokumentiert, wie ein schwarz gekleideter Mann mit einer großen Waffe feuerte, bevor ein Mann in weißem T-Shirt ihn zu Boden warf und ihm die Waffe abnahm.

Die Australian Jewish Association kommentierte den Vorfall auf der Plattform X mit den Worten: „Schüsse bei einer Chanukka-Veranstaltung. Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde.“

Verdächtige Objekte entdeckt

Nach Angaben der Polizei wurde ein großräumiger Tatort eingerichtet. Der Archer Park sowie ein angrenzender Parkplatz sind abgesperrt worden. In der Umgebung seien mehrere „verdächtige Objekte“ aufgefunden worden, teilten die Behörden mit. Örtliche Medien berichten von möglichem Sprengstoff. Spezialkräfte der Polizei sind im Einsatz und prüfen derzeit die aufgefundenen Gegenstände, heißt es in einer offiziellen Erklärung.