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Gerichtsverhandlung

Blutige Familienfehde in Floridsdorf: Urteil steht bevor!

(FOTO: iStock/Spitzt-Foto)
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Am Landesgericht Wien steht eine Entscheidung unmittelbar bevor. Ein Vater zusammen mit seinen drei Söhnen sieht sich mit schwerwiegenden Anklagen des Mordversuchs konfrontiert. Nachdem eine Auseinandersetzung mit einer anderen Familie eskalierte und vier Personen schwer verwundet zurückließen.

Die Beschuldigten, darunter ein 54-jähriger Unternehmer und seine Söhne im Alter von 22, 25 und 29 Jahren, verteidigen sich mit dem Argument der Notwehr vor Gericht. Sie waren in eine gewaltige Schießerei verwickelt, die am 7. Oktober 2023 in Wien-Floridsdorf für Schlagzeilen sorgte. Im Zuge einer vermeintlichen „Aussprache“ kam es zum Einsatz von Schusswaffen und einem Messer, wodurch vier Mitglieder einer rivalisierenden Familie teils lebensgefährlich verletzt wurden.

„Unglaubliches Glück…“

Der Staatsanwalt unterstrich die Schwere der Tat beim Gerichtstermin am 14. Juni: „Durch einen minimalen Unterschied bei der Trefferlage hätte es Todesopfer geben können. Die Verletzten hatten unglaubliches Glück zu überleben.“ Von den angegriffenen Mitgliedern der anderen Familie, erlitten drei lebensgefährliche und einer schwere Verletzungen.

Vorfall bei Kampfsportveranstaltung

Die Wurzel des Konflikts reicht zurück zu einem Vorfall bei einer Kampfsportveranstaltung in der Wiener Stadthalle, bei dem es zwischen dem 22-jährigen Angeklagten und einem 28-jährigen Mitglied der gegnerischen Familie zu Handgreiflichkeiten kam. Auslöser war offenbar eine unerwiderte Liebe des jüngeren Mannes, was auf Missfallen bei der Familie des Mädchens stieß. Beide betroffene Familien haben nordmazedonische beziehungsweise serbische Wurzeln.

Nach jener tätlichen Auseinandersetzung wurde eine Aussprache gefordert. Diese gipfelte in der Folge in der besagten blutigen Szenerie in der Floridusgasse.

Die Verteidiger Rudolf Mayer und Manfred Arbacher-Stöger betonten, dass die Initiative zur Eskalation nicht von ihren Mandanten, sondern von der gegnerischen Seite ausging. Mayer hob hervor, dass die Angeklagten bis dato ein untadeliges Leben geführt hätten, und unterstrich ihre bisherige Unbescholtenheit.