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Trauerstart

Bruder (19) stirbt bei Rennen – acht Tage später startet Josh Tarling

Bruder (19) stirbt bei Rennen – acht Tage später startet Josh Tarling
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Acht Tage nach dem Tod seines Bruders steigt Josh Tarling in Monaco aufs Rad – mit einer Last, die kein Rennen der Welt abnehmen kann.

Acht Tage. Nur acht Tage liegen zwischen dem schwersten Verlust seines Lebens und dem Start bei einer der härtesten Rundfahrten der Welt. Josh Tarling wird am Samstag in Monaco auf sein Rad steigen und die Vuelta a España in Angriff nehmen – für seinen Bruder Finlay.

Der 22-Jährige trägt dabei eine Last, die kein Rennkilometer leichter machen kann. Finlay Tarling, erst 19 Jahre alt, war vergangenen Freitag bei der Volta a Portugal tödlich verunglückt. Während der achten Etappe erfasste ihn ein Kleintransporter – für den jungen Waliser kam jede Hilfe zu spät.

Tarlings Entscheidung

Ob Josh Tarling nach dieser Tragödie überhaupt an den Start gehen würde, war zunächst vollkommen offen. Sein Team INEOS Grenadiers wartete deshalb bis zuletzt mit der Bekanntgabe seines achtköpfigen Aufgebots. Nun ist die Entscheidung gefallen: Tarling fährt.

Der Rennstall stellte unmissverständlich klar, die Entscheidung seines Fahrers vollständig zu tragen. Auch seine Eltern Michael und Dawn stehen hinter ihm – und erklärten auf Instagram, was ihren Sohn zu diesem Schritt bewogen hat.

Für Bruder Finlay

„Er hat sich entschieden, dies zu Ehren seines Bruders Fin zu tun, mit der vollen Unterstützung seiner Familie“, schreiben sie. Die beiden Brüder seien seit frühester Kindheit untrennbar miteinander verbunden gewesen. Josh habe Finlay stets unterstützt und sei auch nach dessen Tod eine enorme Stütze für die Familie gewesen.

„Finlay war so unglaublich stolz auf seinen großen Bruder“, schreiben die Eltern. Wenn Josh Rennen fuhr, habe Finlay gebannt vor dem Fernseher gesessen und ihn angefeuert. „Es ist richtig, dass Josh diese Liebe und diesen Stolz ehrt, indem er das tut, was Fin immer so gerne bei ihm gesehen hat.“

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KO KOSMO-Redaktion
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