Start NEWS Chronik Corona-Mutation in Wiener Abwasser entdeckt
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Corona-Mutation in Wiener Abwasser entdeckt

(FOTOS: wien.gv.at, iStockphoto)

Im Wiener Abwasser scheinen sich bereits Spuren der britischen Coronavirus-Mutation zu befinden. Seit vergangenem März wird das Abwasser auf Corona-Spuren untersucht.

Derzeit gibt es in Wien insgesamt rund 3.600 aktive Corona-Infektionen. Die gefundenen Rückstände der britischen Corona-Mutation könnten darauf hindeuten, dass etwa zwei Prozent der infizierten Wiener bereits die mutierte Virus-Variante in sich tragen. Offiziell wurde diese Zahl zwar noch nicht bestätigt, doch sie ist zumindest in Forscherkreisen bekannt.

Das Abwasser der Stadt wird im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Hauptkläranlage, der Technischen Universität und der AGES seit vergangenen März auf Corona-Spuren untersucht. Das erste Ergebnis der von der AGES untersuchten Probe sei noch „kein Beweis“, aber ein „mehr oder weniger starkes Indiz“, sagte Norbert Kreuzinger vom Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement der TU Wien.

Der aktuelle Verdacht muss noch durch einen genaueren Test überprüft werden – eine sogenannte Gensequenzierung. Das Ergebnis soll laut Kreuzinger nächsten Dienstag vorliegen. Im Büro des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) wusste man am Donnerstagnachmittag noch nichts über die jüngsten Untersuchungsergebnisse: „Wir haben dazu keine Informationen erhalten“, betonte das Büro auf APA-Nachfrage. Andere involvierte Stellen sollen aber bereits die Existenz besagter Probe bestätigt haben.

42 mögliche Infektionen in Wiener Heim
Laut WHO ist die Mutation B.1.1.7. des Coronavirus wesentlich ansteckender und zudem in bisher 50 Ländern nachweisbar. Zuletzt haben sich die Verdachtsfälle auch in Österreich gehäuft: Neben den bisher bekannten Verdachtsfällen in Tirol und Wien kamen Verdachtsfälle in Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich hinzu.

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