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Sport

Dein Geheimnis für ein gesundes Gehirn!

Dein Geheimnis für ein gesundes Gehirn!
(Foto: iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Ein abendlicher Spaziergang oder eine Jogging-Runde kann Wunder wirken – es klärt den Kopf und setzt positive Energie frei. Genauso kann eine morgendliche Sonnengruß-Routine das Gefühl vermitteln, Berge versetzen zu können, während ein Boulder-Treffen am Wochenende langanhaltende gute Laune verspricht. Es ist unbestritten, dass Sport nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche zuträglich ist.

Aber was geschieht eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir uns bewegen? Welche positiven Einflüsse kann körperliche Aktivität haben, und worauf sollte man achten, um negative Auswirkungen zu vermeiden? Zudem stellt sich die Frage, welche Sportarten besonders vorteilhaft für das psychische Wohlbefinden sind. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir uns mit der aktuellen Forschungslage beschäftigt und mit der Sportpsychologin Kathrin Seufert gesprochen.

Neurowissenschaftliche Einblicke in die Welt des Sports

Die Forschung zeigt eindrücklich, dass sportliche Betätigung das psychische Befinden signifikant verbessern kann – und das unabhängig von Alter und Geschlecht. „Die genauen Prozesse im Gehirn und Körper sind allerdings noch nicht vollständig entschlüsselt“, merkt Kathrin Seufert an, die sowohl mit Leistungs- als auch mit Freizeitsportlern arbeitet. Sie betont die Individualität jedes Menschen, wenn es um die spezifischen Auswirkungen von Bewegung geht. Es kann sich um eine Verbesserung des Selbstbildes, Stressabbau, die Etablierung von Routinen oder um die Freude an der eigenen Leistungssteigerung handeln.

Von der Ausschüttung von Glückshormonen über verbessertes Selbstwertgefühl bis hin zu gesteigerter Aufmerksamkeit: Sportliche Aktivitäten können auf vielfältige Weise positiv auf die Psyche wirken. Gerade bei der Behandlung psychischer Erkrankungen, insbesondere bei Depressionen, hat sich Sport als wertvolles Therapieelement erwiesen. Das Phänomen des „Embodiments“, also der Zusammenhang zwischen Körperhaltung und psychischem Empfinden, spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die Kehrseite der Medaille

Doch Sportpsychologin Seufert warnt auch vor potenziellen Gefahren wie Sportsucht oder Übertraining. Sie empfiehlt Achtsamkeit im Umgang mit der eigenen Sportroutine und betont die Wichtigkeit, seine persönlichen Grenzen zu kennen und zu respektieren.

Sportarten unter der Lupe

Interessanterweise hat die Art der sportlichen Betätigung unterschiedliche Effekte auf das Gehirn. Während rhythmische Sportarten wie Laufen oder Radfahren bestimmte Hirnareale stimulieren, können komplexere Sportarten wie Tennis oder Fußball auch kognitive Funktionen fördern und damit einen umfassenderen positiven Einfluss haben.

Für die körperliche und psychische Gesundheit empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine wöchentliche Dosis von 150 bis 300 Minuten aerobem Training sowie Kraftübungen. Doch schon kleinere Einheiten können das Wohlbefinden steigern und für einen klaren Kopf sorgen.

Die richtige Balance finden

Die optimale Sportart ist eine höchst individuelle Entscheidung. Es geht darum, herauszufinden, welche Form der Bewegung den eigenen Bedürfnissen entspricht – sei es als Ausgleich zum stressigen Berufsalltag, zur Steigerung des Selbstwertgefühls oder zur Pflege sozialer Kontakte. Vielseitigkeit und eine offene Haltung gegenüber neuen Sportarten können dabei helfen, die persönliche Sportart zu finden, die nicht nur fit hält, sondern auch Freude bereitet und psychisch stärkt.

Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein Schlüssel zu einem ausgeglichenen und gesunden Lebensstil, der sowohl den Körper als auch den Geist stärkt.

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KO KOSMO-Redaktion
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