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Rekordjagd

Djokovic kämpft bei 34 Grad – und schreibt wieder Geschichte

Djokovic kämpft bei 34 Grad – und schreibt wieder Geschichte
FOTO: EPA/MOHAMMED BADRA
2 Min. Lesezeit |

Hitze, Schlafmangel, ein aufmüpfiger Lokalmatador – Djokovic kämpft sich durch Paris. Und schreibt dabei wieder Geschichte.

Auf dem roten Sand von Roland Garros in Paris zeigte Novak Djokovic in der zweiten Runde gegen den Lokalmatador Valentin Royer zunächst keine Gnade. Der Serbe marschierte durch die ersten beiden Durchgänge mit 6:3 und 6:2, als hätte er einen Trainingspartner vor sich.

Doch Paris meinte es in diesen Tagen nicht gut mit den Spielern – die Temperaturen kletterten auf über 30 Grad Celsius, und für den 29. Mai wurden sogar Werte jenseits der 34-Grad-Marke prognostiziert. Die Organisatoren von Roland Garros reagierten mit einer Hitzewarnung der Stufe Orange und rieten ausdrücklich von sportlichen Aktivitäten im Freien ab.

Schlafprobleme & Hitze

Dann kam der dritte Satz – und mit ihm die erste echte Bewährungsprobe für den 39-Jährigen. Im Tiebreak ließ Djokovic eine Matchgewinnchance liegen, Royer nutzte den Moment und schnappte sich den Satz mit 11:9.

Zu den äußeren Bedingungen gesellten sich auch körperliche Probleme: Der frühere Profi Nicolas Mahut hatte am 27. Mai im französischen Fernsehen erklärt, dass Djokovic mit massiven Schlafproblemen zu kämpfen habe. Sein Auftaktmatch gegen Giovanni Mpetshi Perricard war erst nach 23:30 Uhr zu Ende gegangen und hatte den gesamten Rhythmus des Serben durcheinandergebracht. Djokovic selbst soll den Verantwortlichen proaktiv vorgeschlagen haben, seinen nächsten Auftritt vorzuverlegen, um ausreichend Erholung einplanen zu können.

Rekord & Ausblick

Doch der Widerstand des Franzosen verpuffte im vierten Satz schnell. Djokovic übernahm wieder das Kommando, ließ nichts mehr anbrennen und beendete das Match nach knapp dreieinhalb Stunden.

Der Sieg verlängerte Djokovics makellosen Lauf gegen französische Spieler auf nunmehr 30 Partien ohne Niederlage und zementierte gleichzeitig seinen Rekord von 83 Grand-Slam-Einzelteilnahmen bei den Herren – ein Wert, den zuvor kein anderer erreicht hatte, nicht einmal Roger Federer. „Es war sehr heiß, und dieser Sieg war unter solch schwierigen Spielbedingungen für uns beide unglaublich wichtig“, sagte Djokovic nach dem kräftezehrenden Match.

In der dritten Runde wartet nun der an Position 28 gesetzte Joao Fonseca auf Nole – ein Spieler, dem Experten in diesem Jahr bei den French Open in Paris durchaus eine Überraschung zutrauen.

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KO KOSMO-Redaktion
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