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Kostenfalle

Eine Kreditkarte, ein Klick: 9-Jähriger verursacht 118.000 Dollar Rechnung

Eine Kreditkarte, ein Klick: 9-Jähriger verursacht 118.000 Dollar Rechnung
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Klick, ein Kindheitstraum – und plötzlich eine sechsstellige Rechnung. Für eine Familie wird ein YouTube-Experiment zum Albtraum.

Ein neunjähriger Junge hat unbeabsichtigt YouTube-Werbung im Wert von 118.000 Dollar über die Firmenkreditkarte seines Vaters finanziert. Für die Familie steht nun einiges auf dem Spiel – darunter möglicherweise der Arbeitsplatz des Vaters.

Was als kleine Unterstützung gedacht war, entwickelte sich zu einem kostspieligen Missgeschick. Daves Sohn Mike wollte seinen YouTube-Kanal mit Werbung bekannt machen. Der Vater zeigte ihm, wie das funktioniert – mit einem anfänglichen Budget von 20 Dollar.

Daves Jobrisiko

Dabei wurden die Kreditkartendaten seines Arbeitgebers im Account hinterlegt und blieben dort gespeichert. Mike nutzte den Zugang in der Folge, um selbständig weitere Kampagnen zu starten – ohne zu ahnen, welche Summen dabei aufliefen. Dass etwas schiefgelaufen war, erfuhr Dave erst, als Vorgesetzte und die Finanzabteilung ihn zu einem Gespräch baten. Ob er seinen Job behalten kann, ist derzeit offen.

Dave selbst macht seinem Sohn keine Vorwürfe: „Er wisse, dass ein neunjähriges Kind die Tragweite solcher Ausgaben kaum einschätzen könne.“ Mikes YouTube-Kanal wurde vorerst auf Eis gelegt, der Vorfall wird intern aufgearbeitet. Zusätzlich sorgt sich Dave darum, dass Betrüger seinen Fall für falsche Spendenaufrufe nutzen könnten.

Gespeicherte Zahlungsdaten

Der Fall macht deutlich, welche Risiken entstehen, wenn Zahlungsdaten in Online-Konten dauerhaft gespeichert bleiben und keinerlei Ausgabenlimits eingerichtet sind. Fachleute weisen seit Jahren auf diese Schwachstelle hin. Für die Zukunft plant die Familie, gespeicherte Zahlungsdaten konsequent zu löschen und Ausgabengrenzen einzurichten.

Eltern sollten Kreditkarteninformationen grundsätzlich nicht in Online-Konten hinterlegen – oder sie nach jeder Nutzung umgehend entfernen. Wer auf eine komfortable Lösung nicht verzichten möchte, kann auf einen Passwort-Manager zurückgreifen, der Zahlungsdaten verschlüsselt verwaltet. Auf diese Weise bleibt die Kontrolle über Ausgaben auch dann gewahrt, wenn Kinder Zugang zu entsprechenden Geräten haben.

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KO KOSMO-Redaktion
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