Winterchaos legt die Niederlande lahm: Über 700 gestrichene Flüge, 1.000 Passagiere auf Feldbetten und Rekordstaus von 700 Kilometern erschüttern das Land.
Heftige Schneefälle haben den Verkehr in den Niederlanden massiv beeinträchtigt. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol mussten mehr als 700 Flüge gestrichen werden, wie die Flughafenbetreiber am Mittwoch mitteilten. „Unser Winterdienst arbeitet ununterbrochen, um möglichst viele Flüge möglich zu machen“, erklärte die Flughafenleitung. Dennoch rechnet der Airport mit weiteren Ausfällen, da das Winterwetter mit starken Windböen anhält.
Die Situation am Flughafen entwickelte sich für viele Reisende zur Belastungsprobe. Über 1.000 Passagiere waren gezwungen, die Nacht am Flughafen zu verbringen. Die Flughafenverwaltung stellte Feldbetten in den Terminals auf, um den gestrandeten Fluggästen zumindest eine Schlafmöglichkeit zu bieten.
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Verkehrschaos landesweit
Die Verkehrsbehinderungen beschränkten sich nicht nur auf den Luftverkehr. Auch der Bahnverkehr wurde erheblich eingeschränkt. Die niederländische Bahngesellschaft NS empfahl Reisenden, nicht dringend notwendige Fahrten zu verschieben.
Auf den Straßen herrschten chaotische Zustände – gegen 9 Uhr morgens wurden Staus von insgesamt mehr als 700 Kilometern registriert. Laut Verkehrsberichten handelt es sich um den schwersten Stau an einem Mittwochmorgen seit 1999.
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Historische Wetterlage
Die aktuellen Schneefälle, die seit dem 2. Jänner andauern, stellen die längste Schneeperiode in den Niederlanden seit vier Jahren dar. Experten weisen darauf hin, dass in den vergangenen Jahren aufgrund der Erderwärmung deutlich weniger Schnee in dem Land gefallen ist.