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Bildungsreform

Elterngespräch verweigert? Wien plant saftige Geldstrafen nach NÖ-Vorbild

Elterngespräch verweigert? Wien plant saftige Geldstrafen nach NÖ-Vorbild
FOTO: Volkspartei Niederösterreich - Die Niederösterreich Partei
2 Min. Lesezeit |

Immer häufiger kommt es in Schulen zu alarmierenden Vorfällen: Mobbing, Prügeleien und offene Respektlosigkeit gegenüber Lehrkräften nehmen zu. Ein wesentliches Problem dabei: Viele Eltern verweigern die Zusammenarbeit mit den Schulen – teils wegen Sprachbarrieren, teils aus mangelndem Interesse. Nun werden Rufe nach Konsequenzen für diese Erziehungsberechtigten laut.

Als Vorbild dient ein Modell aus Niederösterreich, wo Eltern, die Gesprächstermine im Kindergarten ignorieren, künftig mit Geldstrafen rechnen müssen. Lehrergewerkschafter Thomas Krebs hält diesen Ansatz für „absolut sinnvoll“.

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Strafen für Eltern

In niederösterreichischen Kindergärten greift ab Herbst 2025 eine klare Regelung: Wer als Elternteil Gesprächseinladungen und verpflichtende Elternabende konsequent schwänzt, muss mit Verwaltungsstrafen von bis zu 2.500 Euro rechnen. Dieses Modell soll nun auch an Wiener Schulen Einzug halten. Im Bildungsministerium laufen bereits entsprechende Vorbereitungen.

„Das ist absolut gerechtfertigt, besonders wenn Eltern trotz eines mehrstufigen Mahnverfahrens bewusst gegen die Schule arbeiten. Solche Sanktionen gehören seit Langem zu unseren Forderungen“, erklärt Krebs. Ob die Strafbeträge mit jenen im Kindergartenbereich identisch sein werden, wisse er nicht.

„Entscheidend ist, dass der Betrag verhältnismäßig ausfällt. Die Strafen müssen jedenfalls spürbar sein.“ Bislang seien die Konsequenzen für kooperationsunwillige Eltern „fast lächerlich“ gewesen, so Krebs.

Keine Ausreden

Sprachbarrieren werden häufig als Grund für das Fernbleiben von Elterngesprächen angeführt – eine Ausrede, die Krebs nicht gelten lässt: „In vielen Schulen, die ich kenne, funktioniert die Kommunikation trotz Sprachunterschieden hervorragend.“

Unabhängig von Herkunft und Muttersprache stünden Eltern in der Pflicht, am Bildungsweg ihrer Kinder aktiv teilzunehmen.

„Wenn jemand seit Jahren in Wien lebt und die Sprache nicht lernen will, dann haben wir ein grundsätzliches Integrationsproblem“, betont Krebs. „Eltern müssen lernen zu kommunizieren – das ist ihre Verantwortung.“

Was geschieht, wenn selbst Geldstrafen wirkungslos bleiben, ist derzeit noch unklar.

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KO KOSMO-Redaktion
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